
das neue spiel „tierewerfen“ ist ähnlich einfach wie das taxispiel. statt taxis benötigt man die lieblingstiere. diese wirft man dann von der einen ecke des zweiten neuen zimmers in die andere. zuerst susi, dann knut, dann maule und dann serengetina. und dann wieder von vorne. das macht spaß. spaß macht auch die neue endlose rennstrecke durch den echten wald. aber auch im wald scheissen die hunde mittlerweile in den wald. die blaue vase von otto lindlau steht jetzt unten im einbauregal. der eine opa hatte sie auf ausflügen ins umland als fehlbrand dem meister selbst gar günstig abgekauft, im offenen horch auf dem heimweg. der doc wirft die arme hoch auf die frage, wie es ihm geht. „sau gut!“ sagt er, „seit gestern geschieden!“. die kleinen teile im bauch sind weg und masturbieren sei gut für die prostata. „na dann los!“ sag ich. spaß macht auch das echte glatteis. man braucht noch echte winterreifen, vor allem auf dem neuen schulweg. und alles bewegt sich so unglaublich langsam. ein salat auf dem teller kostet einen zehn euro. es gibt keinerlei radio, anstatt dem radio nur scheisse, außer der klassik, wenn man hier wohnt, dann muß man eben klassik hören. dem monteur erkläre ich, wie er reparieren soll, er schickt die rechnung, sagt er. die tochter wartet allein, aber immerhin gut verwahrt in einer kleinen hängematte, keine anderen kinder sind mehr dabei freitags. statt dessen mögliches sponsoring von ritter-sport, pustefix, wmf und märklin. kein staub, kein rost, selbst nichts an flugrost, nicht einmal sieben mühlen im siebenmühlental. und keine ida kerkovius nunmehr, keine ackermänner, alle weg im gelben westerwelle-kernland. raiffeisen mit noch echtem panzerglas und zigarettenholen mit dem pkw, die brezeln und laugenwecken dann auch mal mit dem fahrrad. die damen bei raiffeisen kennen deine kontonummer auswendig, wie alle guten menschen, ob jung, ob alt. das behördengehen andauert fünf minuten anstatt dreier stunden. die schulen sind gut (sehr gut), wenn sie nah (sehr nah) sind. ebenso wie die vertrockneten wohnungen. kriterien gehören eben genau dorthin, wo sie sich hingedreht und gedroht haben. hier im kernland schaut man noch den tatort und schickt deshalb und beizeiten die kinder ins bett. die witterung muss sich den straßen anpassen und nicht etwa die straßen der witterung. die tochter meint: „he vater, ich habe jetzt einen nachteil und einen vorteil!“. und während sie mir das erklärt könnte man dann zwischenzeitlich einen bleistift quer nehmen und das eigene profil von oben nach unten hin abfahren, bis unter das kinn, mehrfach und langsam. dann wüsste man alles, ohne noch einen kreis mit strassenkreide aufmalen zu müssen. eine echte richterin benötigte dann auch gar nicht erst eine episode mit glatteis: tierewerfen eben.





