wieviele verwitwete waldarbeiter und wie viele allgemeinärztinnen mit zungenpiercing es wohl gibt auf der weiten welt, das geht sich mir so durch den kopf beim rennen durch den leeren nebligen forst, eingedenk und habacht der wildsauüberfälle der letzten zeit sowie statistisch tollwütiger fuchsbisse. wünsche mir mehr solcher pferdebegegnungen mit traumfrauen darauf, bleibe dann ja immer stehen, damit die pferde nicht plötzlich durchgehen. immerhin warte ich wieder auf etwas, und seien es wilde schweine mit kettensägen.
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honk
fahrradprüfung
kirschkern fragt telefonisch an, ob ich nächste woche einen LKW spielen könne, sie müsse da noch was üben.
elternabend?

eigentlich wollte ich ja noch loswerden „mein gott, diese neue lehrerin…“. und dann (letzter rest kurven zisterzienserscher landstraße), „… mein gott bin ich froh, geschieden zu sein!“. aber ist ja nicht so, dass gerade nichts los waere auch sonst noch so, wenn ich nach ‚hause‘ komme, wo und wie auch immer. ist wie joggen bisschen, haelt jung und flexible. heut nacht kau ich naegel um sie, die alte frau, wo ich doch zeichnen sollt (schnell).
glöckchen in delle
zettel auf hellbraun, glöckchen in delle, tröpfchen auf schwelle, getriebe im sand. winterreifen, sommerreifen, herbstreifen, frühlingsrollen. reifglätte, eisglätte, schneeglätte. überhaupt: schnee! von gestern, vom letzten jahr, verweht, gebrochen, gepflügt, gestürmt, gestöbert. gerollte dachböden, kisten, schubladen, schubkarren. überhaupt: schub! (überhaupt: laden!). sie schob den laden beiseite und die sonne rollte hinein. sie rollte den laden beiseite und ließ die sonne in den laden. rollkragen, rollwagen, rollberge; berge voller glück, täler voller pech, flaches land. sie schob laden und strähne beiseite und ließ die rolle sein. tröpfchen auf schwelle, getriebe in sand, das glöckchen in delle, es verschwand.
vier/fünf?
der türke meint, „das ist kaputt!“. ich geh vor den stand und sag „das ist nicht kaputt! wo ist das kaputt?“. wir schauen uns das ding an, es ist nicht kaputt. „das ist kaputt, hier!“ sagt er und zeigt auf eine stelle am gerät, die nicht kaputt ist. ich sag „das ist nicht kaputt, hier. neun euro.“. er sagt, da drüben wollen sie fünf euro und „drüben nicht kaputt!“. ich sag, na, dann gehen sie doch nach da drüben und hier ist auch nichts kaputt und bewege mich wieder hinter den stand. er läuft weiter, dreht sich dann um und sagt „ist fünf euro ok?“. ich sag, ok, fünf euro ist ok. zwanzig minuten später kommt er wieder, nimmt das ding und sagt „das ist kaputt!“. ich sag, „nein, das ist nicht kaputt. war vorher nicht kaputt und ist jetzt nicht kaputt!“. er nimmt das ding in die hand und reicht mir einen fünf-euro-schein über den tisch. „also vier euro“ sagt er. ich sage, „nein, fünf euro.“. er sagt „vier euro, kaputt. rost!“, ich sage „nein, nicht kaputt, kein rost, fünf euro!“. schaut mich jetzt drohend an, fordert den einen euro von mir und das ding scheint in seiner vorstellung bereits in seinen besitz übergegangen zu sein. „vier euro!!!“ schreit er mich plötzlich an. ich reich ihm den fünf-euro-schein zurück über den tisch und sag „hier ihre fünf euro und sie legen das ding da jetzt wieder hin und gehen dann einfach ganz schnell weiter!“. wirft mir den fünfer hin, bösen blick dazu, steckt das ding ein und zieht ab, meine augenschlitze in seinem rücken. manchmal hab ich keine lust mehr auf flohmarkt, vor allem im oktober, zu dunkel, zu kalt.