hüttnzauber, Fall I

der kirschkern ist genervt vom „packen-müssen“. sie sagt, sie habe keine lust, UMzupacken. zu den jeweilig geplanten unternehmungen ferienseits, die anstehen. der kleine praktische wanderrucksack nervt sie sowieso auch, „weil der immer umkippt, wenn man den hinstellt!“. mein einwurf, dass rucksäcke gerne umkippen und dass man sie deshalb am besten hin-LEGEN sollte, wird unwirsch abgetan. und mit dem alten kleinen grauen nähmaschinenholzkoffer auf die hütte sei ja „irgendwie auch blöd, oder?“. ich biete ihr also meinen größeren rucksack an und weise sie aber umgehend vorsorglich darauf hin, dass auch dieser umkippen würde, wenn man versuche, ihn hinzustellen. sie meint, „siehst du! und dann muss ich ja ausserdem auch alles wieder UMPACKEN, wenn ich dann bei dir bin!“. ich sage schließlich zu ihr, nach ein paar verschachtelten lösungsansätzen, die alle ihrerseits sogleich (genervt) widerlegt werden, in wohlwollender hilflosigkeit, „hm, da kann ich dir dann irgendwie heute auch nicht weiterhelfen…“, woraufhin sie (laut) stöhnend das telefonat beendet. nicht ohne vorher noch (genervt) anzumerken, dass sie jetzt übrigens doch bitte endlich auch „so einen rollkoffer“ bräuchte. /da ist sie jetzt wohl, die pubertät. rock’n roll, ich freu mich drauf!

9 Gedanken zu „hüttnzauber, Fall I“

  1. achja, dieses packenmüssen schafft es immer wieder, mir die reiselust zu trüben. glücklicherweise nur stundenweise. rollkoffer ändern daran allerdings nüscht.

  2. Sich mitten in südbadisch pol.-korr. Umgebung prägend hat die Kirschkernerin bisher alle diese Modedinge stets abgelehnt: Handy, Faceb. und so auch Rollkoffer. Insofern war auch ich erstaunt und wer weiss, vielleicht macht sie sich schon demnächst die Lippen rot? /Es gibt mindestens noch einen Fall, den Fall II, und zwar mit dem Fahrrad in eine Amsterdamer Gracht (oft nachgestellt) zu einer Zeit, da gabs noch gar keine Rollkoffer.

  3. Vor dem Packen kommt ja das Waschen. Besonders dann, wenn man viel reist. Die Logik und Logistik des Waschens ist das eigentlich wichtige, und sogar noch mehr die des rechtzeitigen: Trocknens.

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