„neue erlebnisse“ (weiter…)

„Diese Zeit bringt neue Tätigkeiten und teilweise überraschende Begegnungen, die für Anregung und persönliches Wachstum sorgen.“ (achsojawas?) „Es kündigt sich eine Zeit an, in der Sie die alltägliche Routine abschütteln und neue, erfrischende Elemente in Ihr Leben einführen.“ („einführen“…, hmmm. ja gut, weiter?) „Jetzt könnten Sie auch von vielen Verpflichtungen befreit werden, die Sie bisher daran gehindert hatten, das zu tun, was Sie eigentlich wollen.“ (na endlich! weiter bitte?) „Wenn andere Sie von dem angestrebten Erlebnis abzubringen versuchen oder es gar direkt verhindern wollen, kümmern Sie sich wenig darum.“ (logisch! und weiter?) „Sie sind sich zwar darüber im klaren, daß im Fall einer negativen Entwicklung unangenehme Folgen auf Sie zukommen, aber Sie nehmen das Risiko auf sich, weil es Ihr Lebensgefühl intensiviert.“ (schön. weiter…) „Jetzt überraschen Sie Ihre Mitmenschen mit völlig neuen Eigenschaften.“ (IRRE! und jetzt zum zickenplatz in die lachmannstraße…)

witzrasur

sonntagmorgen. der bus gähnt, dann fährt er los. ein rentner lässt sich dreihundert meter weit mitnehmen, zusammen mit seinem hündchen. die wären besser gelaufen. ich habe die hände in den oberen taschen, und schau´ mir die stadt an, so wie selten. „das war´s dann wohl…“ sagt friedrich (der flieger), aber die boa drückt ihm ihre warme hand zwischen die schulterblätter.

prägephase

die tochter im wagen: „ich hab jetzt einen guten trick, wie man beim ‚jungsfangenmädchenspiel’ die jungs fangen kann“. grinst mir das derzeitige grau aus den fragenden rückspiegelaugen. „ich tu` so, als würde ich meinen reißverschluß nicht zukriegen. dann kommt linus-friedemann, und will mir helfen. und dann kann ich ihn SCHNAPPEN!“. meine roller wollen darüber wieder fix grau werden, aber dann gelingt es ihnen doch eigentlich nicht ganz und gar nicht.

biscaya/haudegen

„…es stand einst am golf von biscaya, conchita aus bella montore, die liebte den don alvarez. sie riss sich die kleider vom leibe, und lief splitternackt in sein haus. die schnur reichte nicht bis ins meer… (karamba, karamba!) …sie kam als frau alvarez ´raus. der mond sprach zur sonne, „ich lieb´ dich“, „sag´ sonne, liebst du mich denn auch?“. „wenn ja, komm´ ich zu dir, und küß´ dich“, so ist´s bei verliebten der brauch. die sonne jedoch hatte angst vor ihm, sie lief ihm davon, und es ärgert ihn; so läuft er schon `zig tausend jahre, der sonne im dauerlauf nach. seit der zeit, seit der zeit: gibt´s bei uns die nacht und den tag.“

das hätte seinem grossvater gefallen, auf dem kreuzer nürnberg, als die SCHOTTEN krachten!

dowe bilder

„el paso“, „gesamtplanung“, „das bisschen anstand“, „o.k. computer“, „gruenkohl“, „schweizer baby beobachtet elefant“, „first orgasm“, „rohlinge“, „next song“, „nehmt rücksicht!“, „sex changes“, „warten“, „dogma“, „ich bin eben so“, „povera“, „gut verdientes geld“, „idioten“, „romy avec RAF“, „krk“, „von oben“, „pas problemes“, „dirty business“, „christinecousine“, „zurueck“, „vive saddam“, „I am ok“, „tonite!“, „hitlers freundin hat AIDS“, „fin de partie“, „ich bin schuld“, „von hinten“, „empfangen ist werbung“ und „margot“. das wären heute abend so die klingenden bildtitel.

MEINE prommis!

mit der exfreundin vom leadguitarristen von „the clash“ in rom in einer disco getanzt. die patentante war die echte tante von marianne strauss. wollte mich mal mit strauss-tochter verkuppeln. gilbert und george haben mir die hand gedrückt und mir alles gute für die zukunft gewünscht. die reste vom heiligen sebald gesehen. kollege hat als statist in einem vilsmaier mitgespielt. in einer pariser wohnung von agnes b. die letzte etappe der tour de france beobachtet. ein ex meiner frau kennt den joschka fischer gut, von damals noch. ein superfreund wohnt paar häuser weiter von olli kahn. mimmo rotella hat mir einen katalog „für schneck“ gewidmet. mit christoph peters zigarillos geraucht. die frau hat mal mit der tochter von ulrike meinhof in hamburg kaffee getrunken. den heiligen andreas von veit stoß abgestaubt. freunde kennen den bruder von til schweiger. frank zappa gehört in der ersten reihe. bei nina hagen („ihr lakenwichser!“) die notausgänge und den back-stage bewacht. kenne die ex von dem, der die neuen postleitzahlen eingeführt hat. und in marmaris von dem, der die cola in die türkei gebracht hat, privat bekocht worden. mit michel majerus zusammen studiert. patenkind der frau spielt in der „jüngsten punkband der republik“. ich kenn zwei, die mal bei daniel liebeskind gearbeitet haben. oft am grab von wilhelm busch. paul auster in brooklyn nach dem weg gefragt. wohne 50 meter luftlinie vom geburtshaus von marlene dietrich, und 200 luftlinie von da, wo vor drei jahren der gekaperte bus gestürmt wurde. henk visch zwei arbeiten verkauft. mutter einer freundin war mal chefsekretärin von lebkuchen schmidt. mit bernhard johannes blume eine arbeit getauscht. annie sprinkle in den gebärmutterhals geschaut. und das beste: urahn hat erstmals in deutschland die kartoffel feldmäßig angebaut. das war 1638.

requiem

wieso ist es immer wieder ein helles blau und dazu ein helles cadmiumorange? es ist wie tennis spielen. und dem einen ist ein arm angebunden. aber es ist ja nur ein freundschaftsspiel: der sieger muß in den keller.