holzscheitlknien

ethylacetat

mit curtis mayfield rauf nach eismannsberg. hose unterm kombi, die mai-mütze und wie kalt ists da oben? in der gotik wars auch kalt, aber die hatten keine wandmaler, die in den komischen zwölf jahren professor waren. kauzges dabei, apfel, flasche wasser und in der kapelle dann die der antenne-bayern lauschigen kirchenmalers. wie früher: früher hamm wir auf den baustellen auch immer ordentlich gequarzt, mitten in die kirche, und bevor die dann wieder weihten, mussten die erstmal mächtig einen lüften, haha. der essigsäureethylester schnüffelt sich lecker, weiter unten dann isobrobbanol mit hadden B, die watte geht aus, aber im kolonialwarenladen mit läberkästag gibt’s noch welche. ab und an kracht ein stuckteil von oben, ist aber nur neunzehntes und wo gehobelt wird, da fallen eben späne. sie hat gewonnen, denk ich. lohnt sich das alles, lohnt es sich, für die schlechte nachkriegsmalerei eines mitläufers so viel aufwand zu betreiben? draußen gießts in strömen, den ganzen tag lang, und jetzt ists drinnen wärmer als draußen; mannmann, riecht das lecker, das gezeugs! daheim wartet eine, der ich ein kind gemacht haben soll? kann gar nicht sein. ich hab verloren denk ich, und wir pumpen literweise magerquark mit hirschhornsalz hinter die blase, retten, was zu retten ist, die radiomusik mit den achzgerhits schwillt, der kirchenmalerchef erzählt von der seite über seine vorraussichtliche rente und trinkt ein bierchen dabei, er war eigentlich lokomotivführer, maxhütte, woast scho?, aha, halt doch bitte deine klappe, ich muß mich konzentrieren und ja, früher hamm wir auch immer ein radio mit dabei gehabt, i woas scho. jetzt fügt sich noch der bohrhammer vom elektriker ins klangerlebnis, das kirchlein zittert, schaudert, wackelt, ein barfüssiges dorfdeppkindchen hastet aus dem nichts zum türmchen und zieht böse grinsend am seil der mittagsglocke, wie weiland unten in dorsbrunn, bevor die scheune abbrannte und mit ihr die achtzehn kühe. holzscheitlknien sollte der professor, mindestens! und ich spuck den kauzge hinters allerheiligste, während die kapelle mitsamt dem dorf donnernd in einer großen schlammlawine zu tal rutscht. halb so wild, die örtlichen adligen heissen übrigens von ölhafen, da denkt man eigentlich eher so an rotterdam. ja: GEWONNEN, aber das nächste mal sollt ich besser wieder eine maske mitnehmen, so wie früher eben, die kann ich ja absetzen. jetzt fahr ich jedenfalls erstmal heim ein kind machen, hab ich mir schließlich verdient.

4 Gedanken zu „holzscheitlknien“

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