wannsee

die tochter fragt mich abends letzte woche, so ganz nebenbei, während sie in ihrem zimmer herumwurschtelt:

„…wie meinst du das, wenn du sagst „…ich glaube nicht. nee…“?“

ich brauchte, bis ich kapierte.
sie hatte (vormittags) gefragt nach der gefühlten außentemperatur. und ob ich der meinung sei, sie solle einen pullover mitnehmen, zum see. ich hatte geantwortet, selbst auch nicht wettersicher:

„…nein, …(pause…), …ich glaube nicht…, …(dann nochmals pause…), …(und dann, mit einem komma): …nee“.

ich konnte ihr die abendliche frage nicht beantworten. und ich war verheult froh darüber, daß sie offensichtlich das, was sich hinter sprache verbirgt, verstanden hat. es war das erste mal, dass ich ihr eine frage so gar nicht beantworten konnte.

3 Gedanken zu „wannsee“

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