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unsere_gaense
wir_koennen
villah_esslingen

dertextfehlt (x).

[Winterarbeit. Beim Durchsehen des zu archivierenden Familienmaterials habe ich beschlossen, eine schöne moderne Aluminiumkiste für jeden Toten zu besorgen. Ich will die nun zeitnah verstauen und wegräumen, weghaben, endlich vom Tisch! (Die Verstorbenen mögens mir nachsehen), immerhin kümmere ich mich seit Jahren um deren Verlassenschaften, ordne, bewerte, bewahre, ebenso ja wie die Lieblingscousine, sie selbst haben sich ja auch einfach dann weggemacht zu allen Zeiten, ohne vorher zu fragen. Insofern ist diese Totenwoche doch noch nicht ganz zu Ende, denn mir fielen ein paar bildliche Kleinodien in die Finger, allesamt Schnipsel, schnipselklein und fast zum Übersehen, so klein. /Oben die Aufnahme eines Vogels beim Fliegen (ich finde sehenswert) aus den offenbar mindestens 19zwanziger Jahren zurückgerechnet, darunter Gänse, rückseitig beschriftet „Unsere Gänse“, undatiert (ggf. Odessa 1918, bevor der Urahn mit seiner Gänsezucht vor den Bolschewiki nach Istanbul floh /oder Oberes Donautal, um 1947); darunter zeitgenössisch „Wir können auch anders!“ als Selbst mitSONNENBRILLE (Brille Mallorca), DArunter wiederum der Vorschlag des Grossvaters für eine „Fabrikantenvilla“ im Neckartal bei Esslingen, fast schon Avantgarde, datiert in die 19zwanziger Jahre, eine Studienarbeit, Stuttgarter Schule, (FOTO: Modellfoto.) /Aura und Anmut des kleinen Formates.]

12 Gedanken zu „…“

  1. Platz wäre genug, aber ich mag Gänse nicht, ich hatte da mal ein Erlebnis… ;) /Der Urgrossvater ist dann von Istanbul nach Stuttgart gekommen, von dort nach Pommern, von Pommern nach Beelitz und schließlich in Frankfurt/M. gestorben. Ohne Gänse.

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