/elviß

die kirschkern liest und liesst (irgendwelche abenteuer des „Gin“ Band drei) und die P. niesst und niest, ersiees liest und ich liess, während ich laß, zu, dass alles so belassen, naß, nässer am nassesten, habe genossen und genießt, lotto war nix, aber endlich wunderbare badeschlappen, ein fernglas zum voyeurieren (ggf. gamsen?) und vor allem viele guotzle, die ich eh nicht alle essen kann, känner, am kannsten, dazu einen sherry dry, dazu einen guten roten, ein herzliches buehnenbild, ein wunderbares berlinfeuerzeug und vor allem vor allerem vor allersten sind ja am schönstesten geschriebene sachen. und zeichen: die alte dame recycelt die geschenkpapiere (wie in der schlechten zeit. Und wie immer.), dazu die potemkinschen bändsel – „mit männern kann man ja nicht SPAREN!“. Und am hoffentlichsten sowieso das schönste geschenkte, nämlich das jahr und das, was darin schritt für schritt irgendwie so vor sich vorging.

(wenn ich noch etwas kaufe, dann HANDgeschürftes gold.)

/Susi und knuddel, sie schlafen jetzt schon. Brummi, maule und teddyvon-der-WATERkante auch. Susi (leopardin, geb. ca. 2004 an einer tankstelle im fränkischen) meinte am dreiundzwanzigsten beim schlafengehen noch: „dieser Sänger da, der soll aber nicht wieder am baum hängen! Sag das dem weihnachtsmann!“ aber kurz drauf korrigierte Susi sich „… halt! DOCH! Der sänger soll DOCH wieder am baum hängen!“.

Und susi lächelte, wie leopardinnen eben lächeln. natürlich glaubt hier keiner mehr an den weihnachtsmann (im süden herrscht schließlich das christkind).

/Knuddel hingegen hingegender hat eine eher tiefe stimme, knuddel ist ein eisbär der ERSTEN stunde! (geb. wie knut, also 2006). Er – Knuddel – beruhigt oft susi, Knuddel ist sozusagen der ‚Bass’ im Leben und Schlafengehen. Teddy hingegendst ist oft besoffen und zerteilt frech alle Pläne, aber meistens immerhin: liebevoll, mittlerweile. /wir müssen nun in diesen tagen unbedingt noch die punkte auf den etiketten der wasserflaschen der „Eiszeitquelle“ ausschneiden, das ist so ein sammelspiel. mit hundert ausgeschnittenen und sorgfältig in ein kleines album eingeklebten punkten bekommt man diesmal nach einsendeschluß ein kleines wollnashorn-stofftier (eiszeit etc.) zugeschickt. Vor drei jahren war es ein kleiner stoff-säbelzahntiger (getauft „säbi“, auch eiszeit.). Ich bin/wir sind gespannt, was sie sich als nächstes ausdenken werden. Vielleicht ja einen süßen stoff-grottenolm. /oder einen kleinen stoff-ötzi (aber bitte ohne pfeil im rücken, so mein wunsch.)

Mit 200 punkten bekommt man übrigens ein GROSSES wollnashorn. Das wollen wir aber gar nicht, denn wir wollen ein kleines!

/(die alte dame erinnert sich am baume ganz plötzlich an elvis.)
Allen Erkältetsten gute Besserung!

elvis

/interessant.

„(…) Elke Sohn, die jüngst ihre Dissertation zu „organischen Stadtbaukonzepten“ bei Hans Bernhard Reichow, Walter Schwagenscheidt und Hans Scharouns vorgelegt hat, stellte ihr von der DFG gefördertes Projekt zu Heinz Wetzel und seiner Rezeption bei Wetzels Schülern vor. In ihrem Beitrag „Städtebau der Stuttgarter Schule – Heinz Wetzel“ näherte sie sich der traditionalistischen Architektur, zu der Sohn die Architekturauffassung Wetzels zählte, über seine Vorstellung von der „Stadtbaukunst“ als bildhafte Komposition. Wetzel untersuchte die Gesetzlichkeit der im Mittelalter gewachsenen Stadt und nahm diesen Typ als Ausgangspunkt für seine Lehre vom Städtebau. Wichtig ist bei Wetzel vor allem die Unterscheidung von „Stadtbaukunst“, der die (Bild-) Komposition zu eigen ist, und des „Städtebaus“, der sich durch Konstruktion auszeichnet. Wetzel macht in seiner Lehre bipolare Typen aus, die er der Stadtbaukunst und dem Städtebau zuordnete. Sohn überprüft anhand von circa ein Dutzend Beispielen Wetzels spezifische Vorstellungen von Städtebau bei Stuttgarter Schülern. Als wichtiges und neues Element macht Sohn den Einfluss naturwissenschaftlicher Gedankengebäude auf die Planer und Architekten aus, wie sich beispielsweise an der Rezeption der Lehre der Monisten durch Wetzel und seine Schüler zeige. Nach der Auffassung der Monisten ist die Natur bestimmender Faktor für die Gestalt der Dinge. Nicht zuletzt in Wetzels Vorstellung vom „organischen Wachstum“ der Städte findet diese Lehre Widerhall. Durch die Entdeckung naturwissenschaftlicher Studien für die Stadtplanung und den Städtebau sieht Elke Sohn die Stuttgarter Schule – zurecht! – als Teil in der Moderne des 20. Jahrhunderts verankert. (…)“

/Hier gefunden. Ich sortiere und wühle mich derzeit durch einen Nachlass zum Zwecke der Übergabe an ein Archiv sowie damit für Lehre und Forschung. Das ist alles äußerst spannend.

/zwei bier chicago

zweibierchicago

/dieses ist verkauft und hängt seit einem Jahr im Zusichkomm-Raum einer Praxis, in der innere Spiegelungen vorgenommen werden, teils nach freiwilliger Einnahme von Propofol. Der Ankauf für diese Praxis und die Hängung in jenem Bereich beweist für mich eine gehörige Portion ordentlichen Humors seitens der Praxisbetreiber. Darüber habe ich mich sehr gefreut, auch ganz jenseits der Geldsumme.

my_space

/dieses in Öl aus 2006/2008 auf 25x20cm hängt derzeit in Mannheim und wird wohl am kommenden Sonntag geflissentlich verpackt werden, myspace. Theoretisch wäre es noch zu haben für 800,00.

ouvert

/und dieses hing schon in 25x20cm UNgerahmt bei sakamotocontemporary in 2008 in Berlin und eine SUPERsexy BackGround-Sängerin mit Strumpfhaltern und zur Schow getragener Zungenspitze mit Ring (?) aus dem Ensemble von COSMIC-schorsch, der während der/meiner Ausstellung einen Gig hatte („Die Welt ist schön!“…/Friedrich Rückert) in den Räumlichkeiten der Galerie, war sehr moralisch empört, was sie mir dann auch vehement (und mit Zisch…) und mit bösen Worten und Blicken am Konzertabend fauchend zu- und vorwarf. /Das war schon sehr, sehr komisch, haha! /(für’s Schlafzimmer, 800,00)

indianerin

Dieses hängt, nach mannigfacher Überarbeitung, auch jetzt in Mannheim, in 25x20cm, betitelt als „Frau mit Pistole“, gerahmt noch jederzeit für 800,00 zu haben. Im Grunde aus 2006, überlasiert in 2010, handelt es sich in Schlichtheit und Fläche doch um einen reflektierten Ist-Zustand meines malerischen und inhaltlich-reflektierten Ist-Zustandes. Weniger malerisch, mehr inhaltlich, jedenfalls knapp und filmisch, mit Sicherheit durchdacht und im Duktus szenisch heruntergebrochen. (Lieber Landschaft malen als Frauen malen. Traktoren oder Kreise. Gerne in Grün diese, und unkomplementär, psychische Komponenten vermeiden.) etc. 😉

ferrari

Dies ist der Ausschnitt einer Einladungskarte der Künstlergruppe „Die Weissenhofer“ aus dem Jahre 2000 für eine Ausstellung in der Simultanhalle in Köln. Habe das beim Aufräumen unlängst wiedergefunden. Es ging um „Vorbilder“ und ich schrieb den Namen einer gerade/soeben verstorbenen VIP-Größe auf das Schild. Während der Foto-Aufnahmen fuhr ein Zug über die Deutzer Brücke und eine Vielzahl von Menschen, die uns aus dem Zugfenster beobachteten, riefen sogleich lautstark herüber „LO-LO-FERR-ARI, LO-LO-Ferra-Ri!“. /Ich behalte das in guter Erinnerung, auch, weil der Kirschkern damals gerade fünf Monate alt war und ich sehr glücklich. Die Ausstellung hiess dann, so haben wir sie genannt: „Stimulate me simultaneously!“ /Wir hatten damals immer echt gute Ideen!

joker

nach einem wunderschönen geburts-Tag steht bei mir nun eine fünf vornedran. ich habe mir nie vorstellen können, dass ich das einmal erlebe. Wahrscheinlich geht es jedem so, der das erlebt. ich jedenfalls denke mich immer noch als Konfirmant im unsitzenden hemd mit zu großem kragen und in allem en gros unerfahren, mit oberlippenbart. wenn viele leute irgendwo sind und ich dazwischen, dann gehe ich da gerne irgendwann weg. nach draussen, um in den himmel zu schauen oder über die landschaft und die autos und dann zünde ich mir normalerweise eine schöne zigarette an und denke: „Ach!“. zu viel an mir ist immer noch kind, das gefällt mir nicht. ich habe nun ja bereits meinen vater überlebt, aber das ja schon vor 4 jahren, das war schon seltsam genug. und jetzt also auch noch meinen Bruder. das macht mir alles ein wenig angst. ich und die 5 – das passt einfach nicht. fühle ich mich doch im denken (und beurteilen) noch genauso wie mit sechzehn16, als ich anfing mit dem Denken. das ist EINE linie. (und) natürlich ist da etwas dazugekommen, meine güte, im sein, im denken, im fühlen, im machen, im geben und im nehmen, im kfz, im geld und in der LOVE und in der architektur, im kopf, in der restaurierung, im körper, in der verantwortung und, ganz wichtig natürlich, in der kunst, noch wichtiger zuvorletzt: mit dem kinde, und zuletzt (…). jedoch standen mir leider nie innere ausflüchte oder hintertüren zur verfügung, nebengeleise, alter ego´s, traumatische synonyme, psychische pseudonyme oder nicks im schrägen geiste, wie gern hätte ich auf unglückliches verwiesen, auf zusammenbruch, auf missbrauch, auf traumata und abgründige Aufstellungen. aber da war nichts. an allzuviel schrägem. ich habe mich immer 1:1 gefühlt und verstanden. ich MUSSTE mich 1:1 fühlen. wie oft wollte ich das ja gar nicht, im gegenteil, ich wollte ENDLICH meinen eigenen vorstellungen und filmen entsprechen, die ich mir für mich oder das, was ich dafür hielt, ausgedacht hatte. es sollte aber so nie sein. /das alles kann auch ziemlich schwer sein, aber ich bin froh darüber, dass es so war und ist und wohl weiterhin so sein wird. und nicht anders. und sei es um den preis einer seltsamen ruhe, die einen und mich – jedenfalls künstlerisch – in frage zu stellen jederzeit imstande ist.

ich mag es, wenn das käuzchen ruft, oben im wald. und früher hat mich der fuchs, immer, erwischt! kurz vor der Haustür. /das ist mein rock’n roll.

Normalität als Bedrohung.

heute früh musste ich zum blutstechen, eine reine/routine, ein großes blutbild (das kleine bringt ja nichts, nicht?). und morgen wird mir mein Docteur zuguterletzt, hoffentlich, nicht nur eine gesunde vorsteherdrüse bescheinigen, während er sich die handschuhe auszieht und mich freundlich zu weniger RAUCH ermahnt. bei frauen sind es ja die brüste, jedenfalls erstmal. mein bruder klagte seinerzeit über hüftschmerzen, ging zum knochenarzt und dann war es ganz überraschend sein letzter knoten, der ganz woanders sich befand.

/vor zwei jahren, ich saß mit einer liebgewonnenen bekannten gerade im café im körnerpark zu neukölln, da flog uns plötzlich jeweils ein joker zu, von oben und aus heiterem himmel auf den kaffeetisch im freien. wir erschraken nicht zu knapp, gingen der sache nach, recherchierten rational, ob ein erhöhtes jokerzufliegen provinienz- und datierbekannt sei oder gar schon personifiziert, „ob das hier öfter vorkäme?“ im quartier oder ob es sich um einen irgendwie erklärbaren „zufall“ gehandelt habe. Ohne antwort flohen wir sogleich ins irrationale aller richtungen, aber ebenfalls ohne erfolg. nein, das war eben einfach so geschehen – schlicht – aus heiterem himmel und wir gingen danach untergehakt friedlich unserer heimwege in richtung westen, bis jene sich bald trennten. /seither trage ich diese unheimliche spielkarte stets in meiner tasche mit mir, ob winter, ob sommer, oder ob dazwischen.

joker

ich werde mal den pfarrer im dorf dazu befragen müssen. man kann eben nie ganz sicher sein, soviel ist sicher, aber das ist ja dann auch das schöne an den ganzen großen unsicheren angelegenheiten mit pfiff.