reif

erstaunt über meine abwehrhaftigkeit gegenüber einem möglicherweise vorgegebenen blindenwarenverkäufer am gartentor. misstrauischer blick ihm nach beim wagenladen. wie ein hofhund. knurrend. verachte schlendernde rentner, die mir meinen flinken weg versperren. menschen, die wahrnehmungslos im weg rumstehen. die roten ampeln nehmen mir die kraft fürs alltägliche. verachtung gegenüber der eigenen gehetztheit. dasselbe bei der gereiztheit. träume von gestapelten kurven. als ob man kurven stapeln könnte. niedergang der diskussionskultur, als ob man diskussionskulturen stapeln könnte. und wo könnte ich mir eine burka kaufen. was kostet eine burka. ich bin für die wiedereinführung von grenzkontrollen, allein schon deshalb, weil das früher immer so spannend war vom rücksitz aus. kind sein, musik aus, freundlich schauen, schon zwei kilometer vorher die pässe bereithalten. man hat dann das alles ganz anders wahrgenommen, diese länderübertritte. anderes geld, umrechnungen. fremd sein. höflich sein. man war ja gast. auch heute noch empört es mich besonders, wenn ein wagen mit beispielsweise schweizerischem kennzeichen die geschwindigkeit übertritt. diese reaktion als exzerp von werten, für die generationen vor uns ihr leben liessen. der erste reif auf dem rasen, igel, versteckt euch bald im blätterhaufen.

2 Gedanken zu „reif“

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