Hafenmeister Haverkamp

ok1

g.mahler No.5 besorgen. 7to pellets bestellen. bürstenaufsätze festool ebenso, die teuerung unerhört. mähfreier mai, hier sowieso seit min16 jahren. es blinzelt in der luft gegen die frühabendsonne, dieses ganze gekräuch derer mit 6 beinen, bislang noch KEINE hornisse aus asien, wenigstens. jetzt hanta in Berlin, borna in bayern. der sigeko war heute auf der baustelle, in der mittagspause, wenn keiner da. grüßt freundlich beim gehen und sagt nichts. sicher fotografierte er die elektrogeräte mitsamt vorhandener oder fehlender prüfplaketten, um vor feierabend seine rügenden befunde und protokolle in den verteiler zu senden aus dem homeoffice.

aber wer soll künftig noch alte böden ausbauen, wenn die sämtliche bürokratie darum – mit helm selbstverständlich – herumsteht und fragen stellt bis mittag, um danach berichte zu schreiben am tisch und (sic) aus dem homeoffice. alle wollen nur noch projektieren. aber machen mag keiner mehr. dabei ist das so spannend, wenn man es geschafft hat zu guter letzt. natürlich auch staubig, anstrengend und schmutzig. aber irgendwer muss es doch machen. wo sind sie, die JUNGEN (diejenigen, die nach uns kommen und dieses wissen über herangehensweisen und v.a. auch die freude an dieser arbeit teilen), die daran noch berufliche erfüllung verinnerlichen, am MACHEN und nicht allein am projektieren oder argumentieren und reden und labern?

/ich weiss, ich klinge wie merz, nur ohne flugzeug.

/es ist aber tatsächlich so: WER soll und v.a. WILL das alles denn noch machen? und hat auch spaß daran, trotz allem dreck und kalt und STAUB und nass und ggf. schnee und regen auf baustellen zur erhaltung alter bauwerke oder relikte oder wandmalereien? es ist deprimierend. wir waren heute zu guter letzt zu zweit erfolgreich im ausbau und damit der bewahrung von 2,5qm historischem bodenbelag im 2.OG einer sehr alten erhaltenen süddeutschen häuserzeile. eine vielzahl von handwerklichen kniffen und entscheidungen während dieser bergung führte dazu. zu guter letzt waren wir quasi ÜBERGLÜCKLICH, dies bewerkstelligt zu haben, auch natürlich mit bewegung, verrenkungen, anstrengung, dem heben und damit sehr körperlichem einsatz, ggf. jedoch kieserersparend, da muskelaufbauend.

/zwischenrein eine villa von 1906. vermögende neubesitzer, das dixi, also die toilette für diejenigen, die dort gewerklich arbeiten (also auch uns), unterirdisch und selten gesehen und erlebt ekelhaft. weder geschlechtergetrennt noch hygienisch noch abschließbar. offenbar haben auch die jungen archtitekt/Innen (in modischen turnschuhen auf der baustelle) keinerlei gespür oder eine verbindung mehr zu den basics oder praktischer baustellenarbeit. das kommt vom PROJEKTIEREN wahrscheinlich, zuletzt gar aus dem allumfänglichen homeoffice?

(wende mich verschämt ab, da ich dies überhaupt anspreche. so kleinlich.)

auch hier jedoch, bei notdurft: die eigentliche arbeit, die machen dann ja kosovaren, bulgaren oder rumänen, und die scheissen ja sowieso in die hecke und kommen klar damit seit geburt, die sind das gewöhnt. daneben eine wunderschöne villa, an deren erhaltung alle arbeiten, die bulgaren, die rumänen, die mazedonier. und schöngeistige neubesitzer, die nichts für all das können, denn es sind die architekten, die jenes zu verantworten haben. /immer kürzere praxis-anforderungen innerhalb der studiengänge, die dann „leitende“ funktionen ausüben. es ist fatal. jedoch dann aber die praktisch noch unbedarften ersten gehaltsforderungen, gänzlich ohne erfahrung oder eigenfinanzierte mindestausrüstung (z.B. doppelsteckdose wasserdicht, baustellengerecht) in höhe von 85EUR pro stunde. / nein, so geht das nicht, LEUTE. bei aller liebe. oder unliebe.

/und wenn dann die AfD mit ihrem schrägen Malermeister (ausgerechnet!) auch noch remigrieren will, dann geht sowieso gar nichts mehr. ich bin gespannt auf sachsenanhalt im nächsten dezember. die einzigen, die dann überhaupt noch praktisch arbeiten, also diejenigen dinge umsetzen, die die strammnationalen homeofficeprojektierer für 85EUR/h entschieden haben, sind dann remigiert. da lachen dann vielerlei hühner in vielerlei hinsicht. ich bin ein huhn dann. werde eins sein.

/g.mahler No.5 besorgen. 7to pellets bestellen. luxmaxing – das probiere ich jetzt auch. mit schonhammer auf die wangenknochen, damit ich wie putin aussehe, wenn die knochen zusammenwachsen. nur reiten mit rasiertem oberkörper, das kann ich nicht, seit ich mal beim voltigieren einen startsprung über den pferdearsch gemacht hatte (die stute hieß MOGLI und war mein liebling) – 2 wochen nach einem schwimmkurs in wilhelmshaven über versenkten nazi-Ubooten während der sommerferien mit abschluß FREISCHWIMMER – und in der streu gelandet war, mit kopf vorraus. weil ich nicht trennen konnte inhaltlich und motorisch. aber das ist eine andere geschichte. seither nicht mehr reiten. aber wangenknochen mit dem schonhammer weichklopfen, das ginge jetzt schon noch. der hafenmeister hieß HAVERKAMP und der war sehr freundlich damals. erinnere die scharfen miesmuscheln an der brücke, als ich danach erschöpft hochkletterte als KLEINER MANN und wusste, ich bin eine viertelstunde oder 20min ohne anhalten in der nordsee geschwommen, obwohl mein papa erst 3 jahre tot war. stolz wie bolle war ich und 7, haverkamp (ausgemergelt, wangenknochen, kriegsteilnehmer) lobte mich sehr!

/g.mahler No.5 besorgen, dem igel vorspielen (versuchen jedenfalls). smiley