zart

ab und an, wenn ich nachts nach hause komme, dann sehe ich mich an in dem kleinen spiegel im berliner bade und ich sehe aus wie irgendso ein gefährlicher japaner. das gefällt mir meistens, klar konturierte lippen, halbwegs lebendige farbe und pupillen wie ein scharfer luchs, in der mitte gelb strahlend und mit großer wucht von pfeilen an die und hinein in jegliche außenwelten. der spiegel verkraftet dann im fortdenken regelmäßig fast kaum noch die pläne für die folgenden tage, monate, halbjahre, jahre, woraufhin ich ihn dann oft mit einer kleinen (und zärtlichen) geste und mit nunmehr wahren schlitzen in den augen schon wieder abermals großherzig beruhige. aggressivität wurde mir nicht unbedingt handelsüblich angeboren, dafür kann ich mich einerseits bedanken und gerne aber auch in bestenfalls fremde aersche beissen. ein wenig mehr peitsche würde gut tun, aber ich überlege noch, wie, wo und wann genau.

5 Gedanken zu „zart“

  1. REPLY:
    ich habe einen ganzen koffer voll mit dieser ‚munster-soap‘ immer wieder unterbrochen von griechischer werbung – leider habe ich kein abspielgerät mehr für diese vhs-technik…
    die folge, in der hermann eher unfreiwillig popstar wird (‚Doodah‘) ist die beste!

  2. bescheid sagen reicht.
    mitzubringendes material:
    ein angemessen rotes tüchlein.
    und schon kann’s mit
    der anschaulichen einführung
    in die kunst des auf-,
    an- und hochpeitschens losgehen.
    selbstverständlich ohne gewehr.

    schmunzelgruß von hüben nach drüben. :o)

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