kolonnen/ecke leber

als fussgänger ist es absolut sinnlos, einem automobil mit bösem blick hinterherzuschauen, welches einen kurz zuvor unrechtmäßig beinahe an-, um- oder sogar fast totgefahren hätte. dieser unsinn lässt sich übrigens beliebig übertragen auch auf einen selbst als radfahrer oder kfz/lkw-lenkenden.

6 Gedanken zu „kolonnen/ecke leber“

  1. ich saß da gestern abend an dieser ecke bei einem späten bierchen und beobachtete eine eher kleine diesbezügliche begebenheit. ein links abbiegendes kfz. ignorierte, wohl eher unbewusst, die fusgängerampel, welche sich grün zeigte. ein untergehaktes paar überquerte diesen zebrastreifen, war sich aber der kurzen gefahr schon längst bewusst und ließ den wagen weise passieren. das auto war längst weg, aber nach zwei oder drei weitergelaufenen metern drehte der mann dann doch noch den kopf, nur eine sekunde lang, in richtung des bösewichts. da geht es natürlich um’s recht haben oder nicht recht haben. und ein schimpfen mag ja oft auch schlimmeres verhindern. ich frage mich ohnehin, wie es überhaupt funktioniert, dass bei 3,8 millionen einwohnern nicht alltäglich mindestens zehn menschen sich gegenseitig erschlagen. es geht dabei aber oft auch um die rollen des täters und opfers. jeder fährt einmal fahrrad, jeder einmal auto, jeder ist fussgänger, jeder wird alt, jeder war einst kind, jeder war einmal krank oder wird es einmal sein. insofern hatte dieser blick gestern abend auch etwas sehr mildes.

  2. Hm, ich weiß nicht. Ich glsube, meine bösen Blicke haben schon manchen wilden Autofahrer zum Nachdenken angeregt. Ich habe sie jedenfalls kein zweites Mal mehr gesehen.

  3. das schreckt mich ja jetzt schon ein bisschen –
    bislang glaubte ich nur an nostalgische käfer
    mit verträumtem blick.
    ab sofort achte ich also auf automobile
    mit bösem solchen – und wappne mich
    wie seinerzeit catweazel mit abwehrkräftigem:
    zckzchzck …..

  4. Schöne Erfahrung meinerseits übrigens bei unserer viertägigen Radtour Anfang mai war es, selber mal 4 Tage zu „immer diesen Radfahrern“ zu gehören ;-)

  5. Ich fahre auch deshalb so gerne Rad, weil man morgens keine zehn Minuten unterwegs ist und schon das erste Mal «Du A…loch!» aus Herzenslust brüllen kann. Das entspannt wie die Schreitherapie im Wald an der ich nie teilnehmen durfte. Es stärkt die Stimmenlage und schult die Atemwege. Außerdem bin ich danach endgültig wach.

    Böse Blicke helfen im übrigen auch. Man(n) muss aber dazu Hexe sein.

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