15 Gedanken zu „ein döschen“

  1. REPLY:
    Diener Tattersall muss man kennen! Sie sind im Bilde, Herr Books, wie ich sehe.
    Leider gibt es im Weltnetz keine adäquaten Bilder, die die Räucherpatina der schummrigen Wände und des uralten Interieurs verständlich wiedergeben würden. Wieder einmal alles zur Unkenntlichkeit geblitzt.

  2. REPLY:
    50gramm. dazu kirschgummi mit resten laufmaschiger damenstrümpfe im ehemaligen rotkraut-glas gelöst. man nennt das anderswo auch ‚aquarell‘. es ist seltsam, mit so ‚wertvollem‘ material zu arbeiten. übrigens, wenn sie irgendwo alte wandmalereien beobachten, zum beispiel in alten kirchen, bei denen viel blau verwendet wurde: dann können sie davon ausgehen, dass geld keine rolle spielte bei der herstellung. erst anfang des 18.jhds war man bei der suche nach einem anderen, nicht edelsteinigen, blau erfolgreich. zunächst (nach meinem wissen) in berlin, sodann kurze zeit später in paris. daher auch die namen für das neue, synthetische, produkt als Berliner Blau (oder Preußisch Blau) und Pariser Blau. allerdings war dieses farbmittel nicht kalkecht, das heißt, es konnte nicht in der wandmalerei angewendet werden. erst mitte des 19.jhds konnte von den badischen anilin und soda fabriken (BASF) dann synthetisches ultramarin, welches auch kalkecht war und damit brauchbar für wandmalerei und -anstriche, hergestellt werden. /somit ist das auftreten von blau bei restauratorischen untersuchungen, auch und gerade in profanbauten, eine wertvolle ‚leit‘-schicht in bezug auf die datierung. wenn vorher alles immer grau, ocker, rot oder weiß gestrichen war, so wurde mit dieser neuen farbtechnischen möglichkeit etwa ab mitte des 19.jhds plötzlich vieles flächig in leuchtendem blau gestrichen. endlich war das möglich, und daher wurde auch umfangreich davon gebrauch gemacht.

    wer heute echtes halbedelsteiniges ultramarin als pigment verwenden will, der wendet sich am besten an die firma Kremer-Pigmente x, eine farbmühle in aichstetten im allgäu. es gibt auch verkaufsstellen in einigen städten. ich kann das ehrlich empfehlen, bei allen fragen bezüglich farbpigmenten und bindemitteln (und das nicht nur, weil ich herrn kremer persönlich kenne).

    so. jetzt mal wieder werbung gemacht für nüscht :)

  3. REPLY:
    erst neulich bin ich da vorbeigewandelt mit frau rinpotsche auf der suche nach einer currywurst. mir fiel vor allem auf, dass die eckkneipe gegenüber, das ‚rockys‘, nicht mehr existiert. das war doch der bruder von rocky rocchigiani gewesen? jedenfalls war ich noch nicht dort. oder doch! einmal, während früher ehezeiten, der kirschkern wurde tantlich betreut und gewickelt, und alles war gut gewesen und wild und sexy! /frau gaga, sie zeigen mir das!

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