die drei rasenmäher

heute ist hier sperrmüll. gestern am nachmittag kam die zukünftige nachbarin/sued (ich bin damals trauzeuge bei denen gewesen und frag jedesmal, wenn ich sie gemeinsam mit ihrem mann antreffe „Und? Wie läuft die Ehe?“, mit strengem blick!) den gartenweg hinauf mit dem hund und fragte, ob ich ihr mit den rasenmähern helfen könne, sie habe da ein paar polen angehalten, auf deren auto steht „KAUFE AN!“, die würden rumfahren und gleich kommen und sie wolle nicht allein mit denen sein und ob ich ihr schnell helfen könne, die alten rasenmäher runter auf die strasse zu tragen. haben wir also gemacht und dann kamen finstere ungarn und finstere weißrussen und schließlich auch jene polen, die sich dann sogleich über die rasenmäher hermachten. die zukünftige nachbarin wollte auch gar kein geld, sie sei ja froh, wenn sie’s mitnehmen würden, aber ich bin dann doch noch mal hin zu den polen und fragte, was sie denn dafür zahlen wollten, immerhin würde auf ihrem wagen „KAUFE AN!“ stehen, sie gaben die frage fragend zurück und ich dachte, na dann probieren wir’s doch mal und sagte „hm, einen zehner?“, wobei ich an einen fünfer als zielerlös dachte und dann ging der eine pole zu seinem VWtransporter, holte die börse und gab mir, ohne weiter zu verhandeln, einfach so einen zehner, den ich dann – völlig überrascht und voll händlerglück – der zukünftigen nachbarin/sued unauffällig zusteckte, mit einem schelmischen basaraugenzwinkern. auch sie war bass erstaunt, sie wollte noch halbe/halbe machen, aber es soll doch eine gute nachbarschaft werden (ich freue mich sehr darauf!) und sowieso ist sie die frau von meinem tierarztjugendkumpel und die rasenmäher gehörten einst zum hausstand von Therese, deren mann H. ihr kurz vor den vergangenen weihnachten nachgefolgt ist. die trauerfeier fand übrigens in beiden fällen in der sportgaststätte „zum abseits“ nächst dem östlichen tor vom sportplatz statt, die italiener, die jetzt dort drauf sind, kochen ausgesprochen gut (besser: die mama kocht) und sind wirklich herzlich, die ganze familie schafft (schwäbisch für: ‚arbeitet‘) mit, kinder, cousinen, onkels und verlorene söhne. und der allerjüngste, silvio (3), wirft immer mit allem nach den anderen kindern, vor allem den mädchen, aber er ist so süß dabei mit seinem hörgerät, dass man ihm das grad noch so verzeiht, wie man es jedoch dem berlusconi jetzt endlich hoffentlich nicht meht tut.

/“ich sollte vielleicht doch mal wieder flohmarkt machen…“ dachte ich zufrieden und fuhr gut gelaunt hinab ins frühlingshafte neckartal, wo ich gleich darauf wegen überschreitung der vorgeschriebenen höchstgeschwindigkeit geblitzt wurde.

21 Gedanken zu „die drei rasenmäher“

  1. Ach ja, der Übermut.
    Aber Flohmarkt machen ist eine gute Idee. Trage auch schon eine halbe Ewigkeit den Begriff: Garagenflohmarkt im Herzen. Grad spüre ich, wie er beginnt ins „Actioncenter“ zu wandern um meinem „selfencouragement“ endlich Dampf zu machen.
    Das mit dem Strafzettel tut mir natürlich leid für Sie.

  2. REPLY:
    @ Herrn Pe: ach wissen Sie, zum Glück ist ja die Riesenkatastrophengarage auf die Sie anspielen nicht unter meiner Verfügungsgewalt/Verantwortung. Das täte mich wirklich belasten (wobei belasten täten enorm schlechtes Deutsch ist!).

  3. REPLY:
    Oder noch besser: Ich koche einen Riesentopf Suppe, Sie alle kommen her, und jeder der Suppe haben will muss mindestens drei größere oder sechs kleinere Sachen mitnehmen. Wunschdinge sind gegen ein Gedicht oder eine Idee für eine Geschichte oder ein schönes Bild zu haben.
    Dann kann man das Ganze wahlweise als Party, Performance oder Installation betrachten. An meinen Suppenkessel könnte ich noch ein Schild machen: „Hier wird es politisch, hier wird alles so heiß gegessen wie es gekocht wird“.
    Oder muss ich das dann als Demonstration anmelden?

  4. REPLY:
    Gute Idee, Sie beide! Ich würde dann auch noch eine Garage voll Flohmarktware mitbringen, vielleicht zum tauschen? Und von wegen ‚Anmelden‘: Wie siehts mit Ihren Fluchtwegen aus? Und die Anzahl der Toiletten? Rotes Kreuz?

  5. REPLY:
    Empfehle Ihre Suppe in einen Castoren abzufüllen! Als Performance mit aktuellem Politikbezug!

    PS: Komme gern, nehme aber nix*, weil Dachbodenvorraum bereits überfüllt! Ich könnte aber blaue Folie abgeben. Brauchen Sie welche?

    *) außer Suppe und Rotwein.

  6. REPLY:
    Senner etz elle uff dr Eibrenn dohergeschwumma? I woiß et mol, ob mei Fluchtwääg kennzeichnet sen, etz wellet ihr do Äkschn macha. Ha i glaab i schpenn! I muaß etz erscht mol abklära ob des e Äkschnsteier koscht. Un owwedruff: mir kummt koiner ohne ebbes naus, des sag i eich glei vorneweg. Also bloß falls i, also wenn i meglicherweis, also sicher isch des no lang net. Ha saaagemol, do dun die oim in ebbes neimanevriere ohne dassd mer woiß wia mer neigrote isch …

  7. REPLY:
    Ich leite sie dann direkt in Ihren Blog weiter, ohne Sorge (Sie erliegt spätestens in kürzester Zeit unserem Charme, und sei’s nur um die Verwertung alter Butterkürbisse:-/)! *blättert*

  8. REPLY:
    Wasn hier los? /Da geht man e i n m a l ausserHaus….

    Also Frau SWA, ich denke mal, wir haben das jetzt gedeckelt, nich? Sie schicken dann einfach per Rundmail 3 Terminvorschläge, richtich? Ich nehme bestimmt was aus Ihrer Garage mit (versprochen!) und bringe Ihnen im Gegenzug etwas aus meiner Garage mit (vielleicht einen alten Geigenkasten ohne Geige?)! Und sowieso: Ich freu‘ mich drauf!

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