August der storke

„(…) Ing. Rudolf Leeb: „Auch zahlreiche Hausmittel wie z.B. ein mit Hundehaaren gefüllter Strumpf, Mottenkugeln und WC-Duftsteine, Urin von marderfeindlichen Haustieren (z.B. Hunde) und Plastiksackerl über den Scheibenwischern, zeigen nur begrenzte Wirkung. Das neueste Hausmittel bzw. Marderschreck sind mit Wasser gefüllte PET-Flaschen.“ Dabei werden durchsichtige Mineralwasser- bzw. Fruchtsaftflaschen (ohne Etikett) mit Wasser gefüllt und um bzw. auf dem Auto platziert. Sie sollen Marder davon abhalten, sich am Auto zu schaffen zu machen. Warum ist das so? Sind es Lichtspiegelungen oder schreckt sich der Marder gar vor seinem eigenen Spiegelbild? Keiner weiß es so ganz genau.

Die Praxis aber zeigt: Autofahrerinnen und Autofahrer, die es – etwa im Burgenland – mit einer Anti-Marder-Flasche versucht haben, schwören drauf. „Und täglich werden es mehr“, weiß Leeb aus der Praxis. Im Extremfall sind sogar zwanzig Flaschen auf oder rund um ein Fahrzeug drapiert. „Hilft es nichts, so schadet es auch nicht“, meint Ing. Leeb zu diesem recht kostengünstigen Versuch der Marder-Abwehr.“

(Quelle)

Hilft es nichts, so schadet es auch nichts. Grossartig. Oder auch: Man kann es machen, oder auch nicht. Super. Man könnte es also sein lassen, aber man könnte es auch machen. Man kann es versuchen, oder eben nicht. Wenn man es nun aber versucht („…mein lieber Sokrates…,“), so schadet es aber auch nicht. Ein Auto mit Wasserflaschen drumherum sieht allerdings ziemlich bescheuert aus. Mir ist das aber andererseits egal, weil:

Grossartig und gar nicht bescheuert war hingegen das vergangene Wochenende, ein sog. Bloggertreffen, zu dem die wunderbare Frau punktum geladen hatte. Und alle Teilhabenden sind leibhaftige (und v.a. wahrhaftige) Menschen gewesen, die ich niemals kennenlernen hätte können ohne dieses ja verdammich rein schnöde-virtuelle Medium: „Blog“. Ein sehr herzliches Merci, einen ebensolchen Gruß an alle Dagewesenen und auf ein Neues und bis ganz bald! ;-)

11 Gedanken zu „August der storke“

  1. Es ist schon unglaublich, was man aus dem Bloggen herausholen kann. Ich habe mich ja auch gefreut euch alle in personam anzutreffen. Dabei kannte ich sowieso schon jeden persönlich. Aber die letzten Tage waren besonders nett. Ich freue mich auch sehr über die neuen Aktivitäten von punctum…
    Meine Frau war auch sehr von den Gesprächen angetan. Da ihr Vater Bildhauer war und die ganze Familie etwas künstlerisch angehaucht ist, hat sie natürlich an deinen Ausführungen besonderen Gefallen gefunden.
    Auf bald!

    P.S. Falls Du in Wien eine Unterkunft brauchst, biete ich dir gerne eine bei uns an. Wir sind ungefähr so weit weg von Wien wie Miltitz von Meissen, aber Du könntest das Auto auch stehen lassen. Wir sind öffentlich gut angebunden.

  2. ja, schwärmen Sie nur, wärend ich maulig durch samstäglich geburtstagelnde Pubertröter und dessen Vorbereitungen zur gestern gestarteten Klassenfahrt verhindert war. Wussten Sie schon, dass man Bierdosen in Chipslettenbehältern schmuggeln kann? Wenigstens um dieses wertvolle Wissen wurde ich bereichert. Und um ein Klavier. Einen wahrgewordenen Traum. Somit darf ich nicht klagen. Und freue mich über Ihr freudiges Feedback und ein nextes, unverhindertes Mal!

    (In die XXL-Chipsletten-Behälter passen exakt zwei Dosen Becksbier und sieben der Tarnung dienende Chipsletten. Wer weiß, wann Sie von DIESEM Wissen profitieren können.)

    (Von Frau Punctums Projekten bin ich aus der körperlosen Distanz ebenfalls begeistert!!)

    (Tageshoroskop: Sollten Sie heute mehr Geld ausgeben, als ihr Budget erlaubt, werden Sie am Abend schmerzliche Verluste zu beklagen haben. Rubrik: Hahn, Mist und sonstiger Käse)

  3. danke, herr steppenhund, fürs angebot! ich meld mich beizeiten! ;)
    …und frau falkin, auch ihnen dank für den hinweis auf jene versteckungsmöglichkeit. kann gut sein, dass ich dies wissen demnächst verwenden kann, Abt. kirschkern/wilde pubertätsfeten.

  4. wer weiß schon, ob ein flaschenumrandetes auto wirklich bescheuert aussieht, oder ob es sich dabei nicht vielleicht um eine wirklich interessante Ausstellung für Marder handelt?
    in der konsequenz jedenfalls stimme ich heftigst nickend zu…. to be continued.

  5. Auf jeden Fall lernt man dabei Leute kennen, die sich angesichts der Flaschenumrandungen das heidnische Ritual erläutern lassen, wobei man’s wirklich auch gut als Installation verkaufen kann (da ist die documenta gar nichts dagegen).
    Den Link, lieber Schneck, habe ich umgehend weitergeleitet und freue mich schon sehr auf die künftigen Flaschenrudel in der Nachbarschaft.
    Und ja: Auf bald :-)

  6. Ich glaube, da ist beim Verlinken etwas schief gegangen. Sie seien ein „image thief“. Oder Sie meinten, ich solle per Handzeichen dem Marder unmissverständlich zeigen, was ich von diesen Beissereien halte? Wird gemacht! ;)

  7. Nanu!?
    Uuupppss… tatsächlich!
    Die Kampfkatze hat wohl vor Ihrem Marder Sch.ss gekriegt, den Schwanz eingezogen und sich aus dem Staub gemacht… Dabei sah d i e gestern Nachmittag optisch soooo gut aus, denn: Sie war bis unter die bissigen Zähne bewaffnet… will sagen: Die stand in Kamikaze-Position aufrecht da mit einer Maschinenpistole vor der Brust und zwischen den be-krallten Pfoten…
    Hmm… vermute mal, das war dann doch nur eine aus [Plastik]Spielzeug ;-)

    DESHALB, lieber Schneck, geht nichts über echte fellige Wald[Kampf]Kater…
    am besten – zwecks gemeinschaftlichen Jagens – im [Raptoren]Doppelpack
    ;-)
    [seitdem hat sich zumindest unser Marderproblem „erledigt“]

Schreibe einen Kommentar zu Teresa HzW Antworten abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.