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Vorsicht also beim Gang aus dem nächtlichen Atelier hinaus, wenn man die kleine süße Vorgartenrose am Rande des einst vor langer Zeit geplanten Swimmingpools, die es blütenmäßig dem nahenden Spätherbst trotzend nochmals wissen will, mit nächtlichem Pipi küchentischbiologisch emotional verklärt zur Wurzel hin supporten will: Man könnte unachtsam über Feuersalamander stolpern und diese dann tottreten, obwohl die ja nun rein garnichts mit den Belangen der Rose und deren Herbst zu schaffen haben.

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ich stellte mir nun vor, ich hörte krautrock seit stunden und schaute von oben aus einer preisgünstigen drohne auf mein und anderer leben.

dabei stellte ich mir vor, ich sei verfangen in einer altmodischen prägung, dass nämlich nicht stets andere voller schuld daran seien an den misslichkeiten meines lebens und verantwortlich meiner vorkommnisse. ebenso war ich verfangen darin, so stellte ich mir vor, dass ich nicht ebensostets empört, beleidigt, zutiefst betroffen oder gar erschüttert oder darüber verletzt sein müsste gegenüber all demjenigen, welches mir an ungemach entgegenwehte. stattdessen wären meine empörungskulturen, überall und zunehmend leichtfertig durch mich abgelegt und hingeworfen voller pathos, ein eid der offenbarung an die herausforderung selbstbestimmten denkens und gelegentlich weiser vernunft. ich stellte mir vor, ich würde an die indianer denken. jene rolle als zorniges opfer wäre meine letzte ausfahrt gewesen auf dem weg zu allseits vermeintlich beliebten gestalterischen schaffotten.

und ich sinnierte sodann darüber, wie mir all dies langsam auf den wecker ginge.

auch hätte ich gerne meine künstlerische anonymität wieder. stellte mir vor, wie locker ein leben aus einer drohne sich gestalten könnte und beobachtete andere voller bewunderung, wie sie verschwanden und nie wieder auftauchten. und dennoch hinterließen.