Volker und Monika

Vor lauter Absurditäten fehlen mir Worte, Zeilen, Radiergummi und der Mundwinkelstrohhalm. Angesichts dieser aufstampfenden Kinder, die sich zu Tausenden auf dem Cannstatter Wasen, beispielsweise, versammeln, weil der Freibadbesuch gestrichen ist. Und Mutti ist natürlich schuld, nicht etwa das Gewitter. Heute ist Muttertag. Derartige Realitäten lassen sich nicht toppen. Alle drehen jetzt durch. Eine Zeit der totalen Entgrenzung und Auflösung, ich mag sowas ja, es dient der Reifung des Universums und dem Fortkommen des Weltgedächtnisses. Also, alle drehen jetzt durch, außer mir: Ich habe einen Verdacht, angesichts dieser neuartigen Grippeerkrankung, die den einen zwei Tage lang zum Räuspern reizt, den anderen aber ins Grab bringt. Ohne, dass man da Prognosen machen könnte, wer denn nun zu welcher Gruppe gehört. Ich habe also den Verdacht, dass sich diese Grippe, die sich nicht festlegen will (wie sich die meisten von uns ja auch auf nichts mehr festlegen wollen), ihre Opfer ggf. nach Buchstabenvorkommen in den Vornamen aussucht. Zum Beispiel verstirbt der- oder diejenige, der/die ein K im Vornamen hat. Hüsteln allein muss hingegen der- oder diejenige, der/die beispielsweise ein O im Vornamen hat. Kevin und Annika also müssen sterben, Ottilie und Guido hingegen dürfen hüsteln und weiterleben. Man müsste das natürlich noch genauer untersuchen, ich finde aber, das ist ein neuer und sehr spannender empirischer Ansatz. Man muss ja in alle Richtungen forschen. Auch v.a., was dann das Schicksal von Monika und Volker beträfe. Ich bin darüber erst ganz am Anfang. Und es gibt so viele Buchstaben. /Ach, Mutter!

6 Gedanken zu „Volker und Monika“

  1. Ach Schneck! Ich habe an Sie gedacht und die Mutter an diesem ersten Muttertag…..
    Und dann hauen Sie so unglaublich logische Hypothesen über das ambivalente Virus raus. Bitte forschen Sie weiter …. ich habe ein K im Vornamen und würde diesen sofort ändern, sollte sich Ihre Theorie bewahrheiten.

    1. Herrjeh, das wär ja jetzt saublöd, liebe Frau Meertau. Mag sein, es war eher ein „C“ vielleicht doch? /Ich bin jedenfalls dran. Man weiß es nicht. Niemals sollte man jedenfalls seinen Vornamen ändern, das wusste schon Seneca.

    1. Es gibt natürlich Ausnahmen, wie ich feststellen konnte, zum Beispiel wenn im K-Namen noch ein „j“ auftaucht. Das steht für „jelinde“ (Ugsp. berlinische Provinienz „gelinde“), also für einen ‚gelinden Verlauf‘. Und nach Kreuzberg 36 wagen sich ja sowieso noch nichtmal Keime! / Die Grüße herzlich erwidert!

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