Tottále Hingabe! (#2)

kunstkontakter

Und ihm, dem BERLINER KUNSTKONTAKTER (x) alias Konstantin Schneider aus Wilmersdorf, bin ich dann vorgestern im rheinischen Karlsruhe auch begegnet, er ist ja immer und überall, London, Shanghai, Mailand, Madrid, Miami, New York, Berlin, ein Hansdampf in allen Weltgassen, keine Ahnung, wie der das macht der Mann, und er kennt sie ALLE, die Kunstgrößen und Kunstkleinen! /Im Dezember 2006 in der Galerie Asperger in Berlin sah ich ihn zum ersten Mal und später, bei den Sakamotos, da hat er mich auch mal vor die Kamera gezogen, ich war da aber nicht wirklich gut, ich habe Käse geredet so kurz vor der Eröffnung, macht nichts, seine auch via E-Mail regelmäßig versendeten Editorials (subscribe!) mit einer Auswahl an filmischen Beobachtungen und Interviews sowie seinen Betrachtungen zum aktuellen Kunstgeschehen sind immer überaus lesens-, bedenkens- und sehenswert. Und vor allem: Er ist unbestechlich! Weshalb ich jetzt auch mal ordentlich Werbung machen will:

Zum 5-jährigen Bestehen des BERLINER KUNSTKONTAKTERs (powered by Konstantin Schneider) gibt es nämlich eine Jubiläumsschau im SHOWROOM UNTER DEN LINDEN 40 vom 26.3.2011 bis 17.4.2011, die Eröffnung findet statt am Freitag, den 25.3.2011 ab 19.00 Uhr und das ganze nennt sich „SHADOWS OF THE BRIGHT / A TRIBUTE OF SELECTED ARTISTS TO THE 5TH ANNIVERSARY OF BERLINER KUNSTKONTAKTER“.

Herzlichen Glückwunsch, Herr Kunstkontakter!

Sofà

Der Wind hat sich gelegt.
Die Lippen haben
sich geschlossen.

/dieses sofa, was ein glueck! und dann die eine woche ferien, hochrad, handrommé. und husten. und dann fällt mir der rusmann mal wieder ein, der gemeinsame ritt, wie#s dem wohl geht Keine ahnung. Fiddel und gitarre, josh.T.pearson und windlaune mitten im vorfrühling. was für ein glück. ein scheunentor(holz), und jetzt ohne ‚haben‘:

Der Wind hat sich gelegt.
Die Lippen sich
geschlossen.

*säusel*

/von Wegen! ein minister gratuliert und drückt die daumen. -ich drücke mir auch die daumen. dankbar also und freudiges rezitieren auf sofa (divano), sowie grundkenntnisse:

„Dör Wünd hat süch gelögt.
Die Lüppen süch
geschlossön.“

>il vento ha finito.
le labbre sono
chiuso.< (ist bestimmt nicht richtig, also falsch.)


*macht nix!* /ein Leben ist kurz. man kann die eigene geschichte schreiben. das ist unfair, da stimmt was nicht. das lenkt nur ab.

Unsere Spitzen

was wären wir ohne unsere fingerkuppen, unsere spitzen, unsere enden. es ist etwas anders bei der liebe über die vierzig. Meist ist es ja die zweite oder mehrte große, keineswegs – und darauf kommt es an – jedoch die erste. Oft die hundertste (nicht bey mir). man verliert gerne, und zu Recht, den überblick, was groß sei. was nicht heißt, dass es größe nicht mehr geben könnte.

Und wenn das kinderthema dann kein thema mehr ist, für die weibliche seite meist endgültig, für die männliche, na ja, schauen sie sich den müntefering an zum beispiel, oder den fischer, den ecclestone oder all die anderen mindestens sechzigjährigen alphamännchen mit weibchen um die neunundzwanzig. Das ist kein anzustrebender zustand, wie ich finde, wobei: früher konnte ich liebesdinge beurteilen, heute mag ich das nicht mehr können und je älter ich werde, desto mehr zeug kann ich verstehen, mindestens nachvollziehen. ich bin ja kein richter.

Umso schöner, wenn man aus diesem vakuum herausgerissen wird. ich fand ja immer (schon mit einundzwanzig), es ist schön, wenn man sich nach dem sex auch noch was zu erzählen hat, sich unterhalten kann. Vorher natürlich auch.

das warumvakuum des „und was kommt bittschön jetzt?“, wenn hundertausend bilder produziert sind, visionen gelebt und verworfen. /also noch ein bild? Noch ein kind? noch einen sex? und immer noch lebenslauf?

besser vielleicht Turnschuhe. Homekleidung (igitt). Mal wieder einen vorgemischten unbiologischen früchtejoghurt. Und Kräuterbutter aus dem Regal.

Ich stehe ja normalerweise um neun uhr auf, kaffee und korrespondenz, sodann morgentoilette und hausäußerliche schnellbewegung, abschließend die geliebte dusche mit zwiefach masturbation (einmal verliebt/einmal derbe), rasieren dann ankleiden. Im urbanen café die tagespresse und etwas erstes socialising. Gegen dreizehn uhr immer mittwochs schaut die (kinderlose) galeristin mit den schönen beinen vorbei und stellt einen cheque aus über den gegenwert der von ihr eingesammelten neuen werke meist kleinen formats. Es folgen der Mittagschlaf (masturbation: mainstream) bis 15 uhr, danach eine kleine gemüsedominierte mahlzeit und atelierarbeit bis zweiundzwanzig uhr. dann mit dem bus, fahrrad oder zu fuß zum reflektierenden trinken in die jeweilige stadtbar, notizen, skizzen, kommunikation (reden, gezieltes schauen). oft gegen 0 uhr dreissig dann nach hause mit dem taxi. heimisch später noch kleine wichtige und wertvolle skizzen beim letzten schluck wein, gedanken grob auf holz, geschnitten, sodann abschalten sämtlicher aggregate, bett und einschlafensmasturbation (meist empirisch). Träume: keine, niemals.

Worauf ich mich gerade aber vor allem freue, das ist ein neues auto.

Heslach

„(…) Das Ehepaar, das in Ludwigsburg lebt, fürchte eine Wertminderung ihres Hauses, „viele Passanten würden fragen“, was dort geschehen sei. Zudem sei das Messing der Platten sehr glatt und besonders bei Regen ein erhöhtes Risiko für die Passanten. (…)“

(Schwarzwälder Bote, 23.2.2011 / der ganze Artikel hier.)