31 Gedanken zu „Wem Gott will rechte Gunst erweisen… #1“

  1. nicht ihr ERNST!
    nicht IHR ernst!
    NICHT ihr ernst!
    Da kam mir schon beim ersten Mal das Kot***.
    Das ertrag ich nicht, ganz anzusehen!
    Nein.
    sonst bin ich ja sehr fürs Revidieren – aber DAS …
    Hilfe!
    Der meint das Ernst!!!
    Dieser salbungsvolle Typ… uarghhhh…
    nein!

  2. REPLY:
    ich habe nach diesem lied (übrigens der text von josef von eichendorff/musik von theodor fröhlich) gesucht und drei varianten gefunden. diese ist eine… naja, eben eine, die so ist, wie sie hier ist. es ist natürlich zum sich wegwerfen. anfangs dachte ich noch, das wäre eine verdammt gute satire. aber es ist wohl ernst gemeint und damit eine noch bessere realsatire. und doch, irgendwie tut der vortragende mir leid und ich mag nicht beurteilen, was ihn wozu weshalb getrieben hat, dazu bin ich gerade etwas zu ‚ernst‘ gestimmt… (aber das vergeht wieder ;))

    auf das lied an sich hat mich übrigens mein schwiegervater gebracht. er erzählte, sie hätten es nach fünf jahren krieg und folgenden fünf jahren russischer kriegsgefangenschaft am vorabend der entlassung in einem übergangslager an der innerdeutschen grenze/ost gesungen. selbstverständlich ebenfalls ironisch, aber eher bitter ironisch.

  3. REPLY:
    Als Kind sang ich das auch – einfach drauf los und wie gut, war mir ‚wurscht‘ – und ich mag nichts über die Qualität dessen sagen – außer, dass ich inbrünstig sang und mir nicht recht klar war, WAS ich da eigentlich sang – hatte ich doch keinerlei Anwendungserfahrung in jenem Bereich. Anyway – das Lied geht schon in Ordnung für mich – und persönliche Hintergründe vertiefen/erweitern die Assoziationen dazu. – Mich hat der Typ so abgeschreckt. Das ist für mich ANTI-klerikale Werbung, auch wenn er mancherorts Mitleid erregt. Ich kann nichts dafür – so ein Getue … das ertrag ich eben ganz schlecht.

  4. REPLY:
    @böse frauen: ja leider…..
    ich bin mit mitleid zu völlig unpassenden gelegenheiten gesegnet. und andernorts, wo andere schon tief und mit leiden, mache ich noch dumme sprüche.
    so wie damals beim spargelessen am tittisee mit freunden. die gastgeberin ruft vor dem spargelteller sitzend zum gebet und ich mache einen blöden witz.
    sie ruft nochmal zum gebet.
    ich mache wieder einen blöden witz.
    bis mir eine freundin durch einen tritt unterm tisch unmissverständlich klar macht, dass die gastgeberin keinen witz sondern ernst macht.
    seitdem habe ich es mit dem politisch korrekten mitleiden aufgegeben.
    theoretisch könnte ich zur beichte gehen. aber ich bereue nix.

  5. Das scheint mir aber – nach dem gestrigen Praeludium – ein verdammt bitterer Beitrag mit einer verdammt scheißbitteren Überschrift zu sein, lieber Schneck, und dann auch noch ‚#1‘, was eine bittere Fortsetzung fürchten lässt, aber mir wär auch gerade danach, so mit einer schönen Flinte mal auf den Leuchtglobus zu halten [der ja das ‚weite-Welt-Motiv‘ des Liedtextes genial noch einmal spiegelt, wie mir gerade auffällt] oder sonstwohin. Nein, lieber was werfen, das ist direkter. Meine Güte, bin ich gerade in ähnlicher Sache geladen! Meine Güte, was gibt es doch für Arschlöcher, und noch schlimmer: man war so dumm, *piep* [Infinitivkonstruktion mit ‚zu‘] und das jahrelang.

    [das lösch ich nachher wieder weg, aber das musste jetzt mal gesagt werden]

  6. hätte das wesen bei mir am piano gesessen und so doof gesungen, hätte ich ihm den klavierdeckel auf die klerikerhändchen schlagen mögen.
    hallelulla, oder so.
    (der arme, arme, mann! hoffentlich habe ich mich beim filmgucken nicht angesteckt!!)

  7. REPLY:
    würd ich sie nicht so schätzen, werter schneck, hätt ich jetzt aufgelacht…. weil ein andrer meine fehltritte gebüsst hat.
    in diesem falle…. beileid an den längst abgeheilten sonnenbrand.
    und jetzt mal ehrlich:
    sonnenbrand ist geil

  8. Dieser Ausdruck, diese Inbrunst, diese Schwelgen in pianistischen Höhen dem Ende zu? Was sind Sie doch nur für Banausen, dass Sie das tiefe Gefühl, das diesen wackeren Barden durchströmt, verunglimpfen.

    Zugegeben, auch ich dachte anfangs an die kommende Überraschung eines satirischen Textes und war überrascht ob der ehrlich unverfälschten Textwiedergabe.

    Als dann das Klavier in höchsten Jubeltönen aufbrauste, war ich selbst noch einmal versucht, den musikalischen Witz dieser pandämonistischer Gewalt, als solchen zu entlarven zu versuchen, (versuche, solange Du versuchen kannst) doch die Ernsthaftigkeit der schließenden Ritardandi machte mir klar, wie unschicklich mein Unterfangen war.

    Hier singt ein Mensch, er kann nicht anders. Aber das ist nicht schneck, das ist schlimm!

  9. Also zu der armen verblendeten Sau dem Video sag‘ ich jetzt nix, aber es liegt mir schon sehr lange auf der Zunge, zu eben jenem Titel Ihnen zu erklären, daß der Text ja bekanntlich weitergeht mit „…den schickt er in die Wurstfabrik / den lässt er von der Knackwurst beissen / und gibt ihm noch ein Stückchen mit“.
    Nur damit Sie’s wissen. Lassen Sie sich nicht täuschen, wenn andere gegenteiliges behaupten. Am Freitag können Sie’s, ja?

  10. REPLY:
    ich werde das möglicherweise noch so vorbereiten, dass wir das dann alle adventlich gemeinsam singen (statt ‚knackwurst‘ dann besser ‚bratwurscht‘?). vielleicht kann ich ja auch herrn reeder dazu bewegen, uns auf einem seiner selbstgebauten instrumente zu begleiten…

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