so misch

war ja lange nicht dort, am denkmalgeschützten imbiss, während ich ein wenig wartete und nebenan auf der bank ein paar zahnlos hustende prekariatshandwerker, deren einer den anderen erzählt, dass „seiner“ bereits mit fünfzehn siebzehn zentimeter lang gewesen sei, kaffee für 0,60 und drei kartoffelpuffer geteilt durch zwei, vor neun jahren bin ich in dieser ecke immer mit dem kinderwagen längsgewandert und habe mit dem babykirschkern dudeldudeldudeldummes lustiges zeug gebrabbelt. schön ist das, das zu wissen und dann weiterschlendern übers kopfsteinpflaster, vorbei an kopftüchern und geizhalsläden, dort findet man ja immer was, in diesem falle frontscheibenwischerblätter für sagenhafte ein euro und zwo pack kühlschrankwörter magnetisiert für die lyrik am patchworkgefrierer. es ist nicht leicht, das große loch zu füllen, muss man erst wieder lernen die ganzen anderen sachen. vorbei am saalbau, da hatte ich mal eine schöne ausstellung, die hieß ‚jeder zahlt selber!‘, die kinderladenperle hatte mir das sogar ins arabische übersetzt und ich hatte in schönschrift und orange aus cadmium von 1962 ein kleines bild daraus hergestellt. und überall gerade die werbung für das eine der stadtmagazine, auf dem umschlag die bemalte barbusige, im zweitberuf eigentlich native englischlehrerin, ich kenne sie so ganz gut, ein kleines geheimnis ist das, was ich da habe, das ist immer wieder das unglaublich schöne an diesem flecken. später im alten park, der so gar nicht in diese gegend passt, wo nebenan bewusstlose mädchen in großen koffern verbrannt werden von irgendwelchen arschlöchern. auf dem tischchen leichte cola und lemon, die zeit plätschert so dahin, ein paar lazy wölkchen und seltsam keinerlei wind, eine angenehme spätsommerliche bewegungslosigkeit, regloser rötlicher abendhimmel macht sich breit, dann chili con carne und eine wespe und dann noch eine kleine plötzliche unglaubliche geschichte in der dämmerung, irgendein zeichen muss das sein, keine ahnung welches, aber ein schönes weiteres geheimnis, gehälftet und wahrscheinlich göttlich oder halt zufall. hauptsache irgendwelche zeichen, da steh ich grade drauf. nur das unterhaken schließlich auf dem halben heimweg, das hab ich nicht gemacht, nee. das dauert noch. das kommt dann aber auch wieder irgendwann. /bräuchte bratkartoffelverhältnisse an all meinen orten. bisschen liebe, salat, schwüre und balaststoffe und gut schlafen. dreier im lotto und genug milch da für morgens und einen balkon zum rauchen. /die neue von EOC gefällt mir übrigens mal wieder ausgesprochen gut.

4 Gedanken zu „so misch“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.