4 Gedanken zu „preparing for Gelber Sack“

  1. Was bewahrt man, wovon trennt man sich. Momentan bin ich auch wieder am Ausdünnen, diese Phasen des Loslassenkönnens wollen genutzt werden, sonst lebt man im eigenen Archiv und in dem der Vorfahren. Dann wieder: So ein toller, roter R4!

    1. In diesem Fall: Im Archiv und den festgehaltenen Blicken der Vorfahren. Diese Bilder hat die alte Dame gemacht. Fotos wegwerfen fand ich schon immer ungeheuer schwierig – im Gegenteil, zu früheren Sperrmüllzeiten bin ich nachts los und habe kein weggeworfenes Lichtbild liegen gelassen. Dann, in den frühen Morgenstunden nach der Heimkehr wurden zu Hause Geschichten zu den Fundstücken rekonstruiert, Geschichten dazu „erfunden“ und manches Motiv auch abgemalt. / Aber nun? Es sind ungezählte Bilder, die ich da sichte. Und auch wenn manche sicherlich einen „historischen Wert“ haben, so reicht dann ja das Bewahren eines Stücks. Zudem, im Falle von den Twin Towers, habe ich selber auch Fotos hergestellt, als ich mal dort war. / Im Grunde sehne ich mich nach den alten Sperrmüllzeiten zurück: Man stellte alle Dinge rechtzeitig hinaus und übergab sie damit ihrem Schicksal – nämlich ob sie vor der Abfuhr vielleicht doch noch einen Interessenten fanden oder ob der Gott des Mülls sie schließlich doch schluckte. Dasselbe ja auch mit Schriftstücken, Büchern, antiquierten Elektrogeräten und dergleichen. Durch die Mülltrennung heute landet vieles ungesehen im Nirwana. Ich möchte nicht wissen, wieviel kulturhistorisch Relevantes dadurch unwiederbringlich verloren geht. /PS: Und ja, der R4-F6, mein erster Wagen… dies Bild hab ich natürlich heimlich behalten! ; )

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