einsatz, naheliegend, merci!

luester
(abb.: frau rinpotsche beim putzen)

was lag näher, als dem freundlichen mitarbeitsangebot von frau rinpotsche nachzukommen und sich bei einem flinken einsatz in einem ebenso naheliegenden schlösschen einmal kennenzulernen. nahe lag dann natürlich auch, nach verrichtetem tagwerk gemeinsam noch eine kleine pasta zu nehmen und sich über abermals naheliegende berufliche wie unprofessionelle dinge auszutauschen. ethanol ist eben nicht spiritus. ein beruf macht noch keine passion. und ein blog ist eben kein märchengarten. nahe liegt also, dass mir der heutige tag rundum (und wasserfrei!) so richtig gut gefallen hat.

UmstVA 2/4

das schönste ist immer durch 119 teilen und dann mal-nehmen mal 19. und dann noch die anderen, diese durch 107 teilen und mal 7 mal-nehmen. das blödeste aber sind diese „reisen“. bitteschön welche ‚reisen‘? diese 30ct pro kilometer plus 19%. diese komischerweise erst einmal nicht geltend zu machenden verpflegungssätze (bratwürste/äpfel). acht stunden abwesenheit lassen mich sechs euro aufschreiben. vierzehn stunden abwesenheit machen zwölf euro (wieso nicht vierzehn?). nur bei der 24 bleibt sich alles gleich, das kapiert jeder. das schlimmste an den reisen, sie verweisen einen auf das eigene unstete leben, man müsste diese aufschriebe den persönlichen aufzeichnungen beiheften, diese zerrissenheit immer, diese permanente bewegung andererseits, immer unterwegs, hält das wirklich jung? wieso eigentlich ist porto umsatzsteuerbefreit? wieso für blumen, bücher, taxi und vor allem bilder 7 prozent? ein privileg? ich bat nicht darum. und was ist das mit den versicherungen, deren beiträge ich nicht den voranmeldungen anmerken kann, obgleich sie beruflich bedingt? ich mach das ja alles noch per hand, kugelschreiber und edding. was geht rein, was geht raus, die differenz bezahle ich, hab ich kein problem, ist ja nicht mein geld. wieso aber gilt der eintritt ins museum nicht? den wagen, ach was, ich bin doch nicht blöd und führe ein fahrtenbuch! alles lebenszeit. das ist das, was mich ärgert daran. ist ja aber auch nur alle drei monate, andere machen das monatlich, abendlich, stündlich. mein steuerberater ist ein großer schatz. er hat bilder gekauft und sich auch schon mal mit diesen bezahlen lassen. ebenso wie die anwältin-sued und seinerzeit der anwalt-nord, da schenke ich dann immer noch eine zeichnung drauf. ich halte das promte bezahlen offener rechnungen ja für wichtig, ganz altmodisch. andere sehen das nicht so, leider auch mir gegenüber. jeder ist ja schließlich verantwortlich für sich selber und die kassa muss ordentlich sein, sauber und klar, hrhr. derzeit habe ich ein paar zinslose kredite vergeben, das heißt, ich bekomme noch geld und bezahle gleichzeitig ggf. den eigenen dispositionskredit für mir fehlendes. das macht man irgendwie ja nur aus freundschaft. überhaupt bier und schnaps, ein schwieriges thema. ich war nur einmal angestellt in meinem leben, während der einen ausbildung vor jahren. wie es wohl wäre, würden monatlich gleichartige summen eingehen auf meinem konto, stabil und regelmäßig? hätte ja vor ein paar monaten beamter werden können, bin aber nicht geschaffen für so etwas. und wegen einer (aus nachträglicher sicht…) völlig umsonst angemieteten und nie bezogenen wohnung im blöden sommer 07 zu berlin musste ich eine schufa-auskunft vorweisen, die dann lediglich bescheinigte, dass „…herr schneck zu 98% wahrscheinlichkeit einen kredit zurückbezahlen würde…“. süß, nicht?

Ein Pferd!

Jetzt ist ja wieder die Zeit, in der man hübsche Frauen, insofern sie blöd sind, strafen kann, indem man sie nicht beachtet, obwohl sie sich so gut wie nichts angezogen haben. Ich mag ja so ein Wetter. Wenns warm ist, auch später am Tage, und das obligatorische Gewitter zu Feierabend auch mal eine halbe Woche lang ausbleibt. Wenn alle schwitzen und man selber auch, schon ab morgens. Wenn so eine Lustlaune durch die Gesellschaft schwappt, die wippt, wackelt, pfeift und klemmt und zwickt. Eine Laune, die man endlich einmal riechen kann. Man kann sich ja jederzeit abwenden, wenn man das nicht haben will, aber eine grundsätzliche Zuwendung ist dann schön unausweichlich. Die Hitze entlarvt und keiner kann raus, keiner kann abhauen, so wie sonst, das mag ich. Jeder kratzt sich irgendwo, jeder muss sich kratzen. Bäuche oder andere Mängel sind dann kein Grund mehr, um in die Luft zu schauen. Im Gegenteil, alle müssen die Hände offen haben und ihre Handflächen vor sich hertragen, keiner traut sich mehr an die ersten Steine, so ohne Klamotten. Da wird viel Echtes transpiriert, ein Bildersturm, ein Fest! Und dann dachte ich noch in dieser Woche an den ehemaligen Familientisch und die Gebrauchsspuren, die ursprünglich erwünscht. Der Tisch steht jetzt woanders und dorthin wünsche ich einen Haufen vertrockneter Rotzböppel unter den Schubladen. Ich weiß, das ist fürchterlich unreif und hässlich, aber ich gönne mir eben jetzt ab und an solcherlei. Und dann war da noch die Frage nach dem Evolutionsvorteil beim Menschen gegenüber dem Affen. Wars das Essen-Können während dem Laufen, oder war es das Sprechen-Können während dem Essen (beim Laufen)? Ein genereller Vorteil scheint jedenfalls: Unter Röcken befindet sich Raum. Bei Hosen hingegen ist das Wichtigste der Raum der Taschen, von der Seite her. Die schmalen Sachen kommen wieder, ich lasse weniger liegen und erledige auch jene ‚kleinen Dinge‘ nunmehr beinahe stets sogleich (Verkehrssicherheit). Auf dem Gerüst verwenden wir, wie erwähnt, einen „expandierenden“ Werkstoff. Der Weißfeinkalk als Bindemittel des Restaurierungsmörtels bleibt ein bis zuletzt nicht vollständig einschätzbarer Materialgenosse. Die Verantwortung der derzeitigen Maßnahme ist groß, sollen doch nicht bald schon Brocken auf die Häupter der Kirchenbesucher fallen in den nächsten einhundert Jahren, aus größerer Höhe, so niedrig und seicht sie (die Höhe) derzeit erscheinen mag. Maria hat geholfen, letzthin auch, als sie mir versagte, den ehemaligen Ehering zu veräußern und mit dem daraus erwirtschafteten Gewinn kurzerhand ein Bordell zu besuchen. Der Gedanke läge – als Prosa – sehr nahe, aber man muss ja nicht alles wahr machen, was eine schöne Geschichte sein könnte. Bleibt noch zu erwähnen und zu empfehlen, dass es jetzt öffentliche Führungen geben wird, den ganzen Julei über, an jedem Samstag um 15.00 Uhr, in Nürnberg zu St. Lorenz, hinauf aufs Gerüst/den Tanzboden für EUR 12 (die dann der dringenden Sanierung des Dachstuhles des spätgotischen Ostchores zugute kommen). Und dann war da noch in der späten Woche ein spontanes Treffen, zum Hundespaziergang seitens der schwülen Pegnitz. Und zwar mit einer der wunderbarsten aller Internettagebuchbetreiberinnen, die ich kennenlernen durfte! Ein kleines Rätsel: Wer wars? (Ich würde ja der Tochter schon sehr gerne einen Hund anschaffen, aber der künftige Ersatzpapa vom Kirschkern hat eine Tierhaarallergie, die arme Sau, hrhr. Stattdessen wird es nun in Südbaden demnächst zwei kuschelige Landschildkröten geben… aber ich wollte ja nicht mehr darüber schreiben und denken, nicht wahr?). Schwamm drüber also, zurück zum Rätsel: Wer wars? / Der Sommer ist schön, bisher!