stop bashing the uebersprung

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Endlich montiert. Auf die neue Heckklappe. Mit der alten waren ja die auratischen und an vergangene Abenteuer mit der Kirschkern erinnernden Aufkleber (‚Schwedenelch‘, ‚Eis-Essen-Verboten‘ und das ‚Oberstdorf-Edelweiß‘ in mittlerer Größe) schmerzlich verloren gegangen und ich entstamme ja noch einer Generation, in der man irgendeinen Aufkleber haben muss, hinten drauf. Diesen hier hat mir vor geraumer Zeit die liebenswerte Frau Tikerscherk übereignet – eine Eigenproduktion. Danke nochmals und Hoch soll sie leben! Nun muss ich nur zusehen, wie ich das mache in Babylon, damit mir der Wagen nicht abgefackelt wird von ironiefrei Klassenkämpfenden.

5.10.18

Streichemann & Söhne. Mal wieder ordentlich weisseln. Hui, geht das flott und gewandt. Ich hätte mir Latinum und Graecum eigentlich auch sparen können. Stattdessen eine Anstreicherlehre. Besser noch, Gipser. Wo es doch im Dorf über Jahrhunderte so gehandhabt wurde. Der eine Sohn wird Maurer, der nächste Gipser. Der übernächste wieder Maurer. Sehe die alte Dame als Dreijährige durchs Berlin des Babylon hüpfen. Tempelhof und Zehlendorf. Die Lederwarenfabrikation in Kreuzberg, Sebastianstraße. Wir spielen jetzt öfter Schulstunde. „Wie hiess Dein Vater?“ „Waldemar!“ Richtig. „Und wer bin ich?“ „Papa!“ Falsch. „Wie hiess Dein Mann?“ „Das… weiss ich nicht mehr. Jetzt ist aber auch genug mit Schulstunde!“ Sie spielt Katz und Maus mit dem Sensenmann, wobei mir manchmal scheint, sie sei die Katz.