27 Gedanken zu „Tolle“

  1. bester Herr Schneck, schon damals den (gesamten?) Globus gegen das Böse verteidigten
    und das mit einem lediglich strohhalmdickem Lichtschwert – Chapeau!

    Herzlich
    Ihr Schoss

  2. Ich habe einen weltweit agierenden Nachrichtendienst beauftragt, die Sache zu recherchieren. Das hat freilich zwei, drei Tage gedauert und war auch nicht ganz billig.

    Von besonderer Relevanz erscheint mir diese Passage des Ergebnisberichtes:

    „(…) Ach, das glaube ich nicht. Die Welt verändert sich immer. Traktoren und Radios sind heute auch anders als damals.“

    Der „Spiegel“ schrieb mal über Sie, „mit 11 der erste Kuss, mit 15 der erste Sex, Heintje ist …“

    „… Das stimmt nicht, ich war 14. Ich wurde nicht durch „Bravo“ aufgeklärt, sondern durch das Leben. Die Frau war älter als 30, das hilft schon, wenn man noch so jung ist. Danach hatte ich ein ganz schlechtes Gefühl: Darf man das mit 14? Das macht man nicht!“

  3. Wobei welthaltige Zeilen vom grandiosen Bruno Balz („Mein Ideal auf dieser Welt das ist für mich der kühne Held, der große blonde Mann. Er kommt aus einem Märchenland und reicht mir seine starke Hand, die mich zerbrechen kann. So sieht der Mann meiner Träume aus, sein Name ist Ralph oder Peer. Die Wirklichkeit sieht aber anders aus, bitte, hören Sie mal her: er heißt Waldemar und hat schwarzes Haar, er ist weder stolz noch kühn, aber ich liebe ihn.“) im Frühwerk, wie ich gerade feststellen muss:

    „Tage der Jugend vergehen
    Schnell wird der Jüngling ein Mann
    Träume der Jugend verwehen
    Dann fängt das Leben erst an“
    Bruno Balz, Mama

  4. Oh, das ist ja interessant, allerbesten Dank für Ihre Recherche! Ich empfinde haargenau, auch heute noch, so wie Heintje: „Traktoren und Radios sind heute auch anders als damals.“ Wieviel Weisheit in diesem Satz!


    PS: Meine Jugend endete übrigens mit 21, dann fing meine Jugend übrigens erst an. („Bruno Balz“ ist aber auch ein sehr schöner Name, nicht?!)

    edit: aha! das waldemar-lied also auch von Bruno Balz? Grandios! (ich hatte das auch irgendwann mal hier hineingestellt, weiss aber grad nicht mehr, wann…)

  5. Die Grandezza des erlesenen Sinnbildes „Traktoren und Radios…“ als unprätentiöses, ja heimeliges Gleichnis des Weltenlaufs, nötigt auch mir Sympathie und seltene Identifikation ab. Bruno Balz – ein ganz Großer! Nicht nur der Name. Oh ja, der subversive Waldemar ist von Balz.

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