mondo cane

aus: Mondo Cane (x). Kannte ich noch nicht. Sozusagen metaintellektuell. Das Beste des letzten Jahrhunderts wurde ja bereits in den 10er-Jahren desselben auf den Tisch geworfen, dann – ordentlich durchgewaschen – nochmals in den 1960ern.

(via. Danke!)

15 Gedanken zu „mondo cane“

  1. Schrammt Deutschland am angeblichen Wirtschaftswunder 2010 nur wegen zu hoher Alkohol- und Tabaksteuer vorbei?

    In den 2010ern jedenfalls kann man nicht mehr (frisch aus dem Knast mit einem Heimkehrerpäckchen unter dem Arm) im Rinnstein seinen ersten oder zweiten oder dritten Rausch ausschlafen. Heutzutage wird man als Paketbomber sofort wieder inhaftiert.

  2. REPLY:
    es ist ja jetzt die frage, ob dieser film lustig oder nicht lustig ist. mal ist er lustig, mal nicht. ich kenne das paketbombenproblem bisher nicht, weder aus neukölln, schöneberg noch – zunehmend – sogar aus der schokoladenstadt tübingen. ich würde es aber kennen, so ich diesen film lustig finden würde. ich finde diesen film aber weniger lustig, denn lustig. das ist wohl das besondere an diesem film, zumal er fast 50 jahre alt zu sein scheint.

  3. REPLY:
    ich habe mir, neugierde erweckt, fast alles angesehen. und beschlossen, das alles auf DVD zu erwerben. sehr faszinierend der gedanke, einen ‚dokumentarfilm‘ zu versehen mit teils nachgestellten und dramaturgisch ‚erfundenen‘ szenen, die den machern im sinne des ‚dokumentarischen‘ als geeignet erschienen, damals. kühn! das hat etwas von wahrer fiktion, darüberhinaus ‚vision‘ und gestaltung im besten sinne des derzeitigen zeitalters der unwahrheiten, des nicht greifbaren, der verabschiedung von ‚information‘, der auflösung von wahr und unwahr. eine gewagte dimension möglicher phantasie also. schön auch dies hier, allerdings wieder eher fast unglaublich, aber zumindest im bilde wahr, da ja noch analog. und, wie sie richtig schreiben, nicht leicht verdaulich. da ist man ja beinahe froh, dass es in HH auch heute noch so ist, und überhaupt, das reale. schön. /schön, dass es bier noch gibt. mir ist gerade wenig nach meta.

  4. REPLY:
    Schöner Ausschnitt. Da fällt mir ein, daß ich überhaupt keine Ahnung habe, wie leicht oder schwer verdaulich La-Cucaracha-Burrito ist.

    Das Prinzip der inszenierten Wirklichkeit im Dokumentarfilm findet sich da ja mit gleichsam strikten Stilwillen in den Filmen Uli Seidls. Als Österreicher ist er allerdings wesentlich brutaler was die Darstellung von Einsamkeit und Traurigkeit angeht. (Die DVDs gibt es gerade recht günstig.)

  5. ja. bourgoises Künstlerbild. Oder naives. Oder provinzielles. Was weiß ich. Weiß der Geier. Mir begegneten leicht orientierungslose Persönlichkeiten, die jegliche wirr redende Obdachlosenfigur prinzipiell und ohne nähere Überprüfung für wahlweise (sehr) weise oder verkannte Poeten hielten. Halten. Und dergleichen Bullshit mehr. Hauptsache wirr. Der Überraschungseffekt nutzt sich dann doch sehr schnell ab.

    EDIT

    gerade eben erst zur Kenntnis nehmen müssen, dass dieser Kommentar unter dem vorangegangenen erscheint, obgleich für den nachfolgenden (mit offenbar gesperrter Kommentarfunktion) gedacht. Ich lass ihn aber trotzdem stehen. Man muss ihn ja nicht lesen! ;-)

    EDIT 2:

    obwohl – vielleicht passt er ja irgendwie! Keine Ahnung! Egal! Wurscht! Anarchie!

  6. REPLY:
    danke für den tip! der winter wird lang, da wird es genügend abende geben. in den letzten zehn jahren habe ich das cineastische im leben recht sträflich vernachlässigt, sie wissen ja, babypause und so weiter ff., alles ohnehin ein großer film. um so mehr freue ich mich auf die wiedergeburt des klappsessels, auch, da ich ja sowieso überall und hinter jedem erleben großes kino lauern sehe.

  7. REPLY:
    das passt schon alles. wer sind wir denn! über das k-thema aber lieber beim trinken (vorsicht: scharfe scherben!). in diesen dingen ist das altmodische persönliche gespräch ja meist der sache dienlicher. stichwort also: parole Diener!

  8. REPLY:
    ja.

    (nach dem 3. Weltkrieg der Krise [ich sag dann Bescheid und ziehe eine weiße Fahne mit einem geheimen blutroten Zeichen aus bestem St. Emilion oder sonstwas auf])

    P.S. ich rede nie über Kunst! Ich weiß gar nicht was das ist! (s. o.) Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Fresse halten! (so ein Kabarettist)
    Was mich natürlich nicht davon abhält, mich unqualifizierterweise über das haltlose Geschwätz anderer lustig zu machen. Ich Miststück!

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