„lost“ art

und gestern eine podiumsdiskussion zum thema beutekunst, jetzt – zu recht und angemessener – „raubkunst“. es wird immer um schuld oder bekenntnis gehen, ganz einfach und ob man das will, oder nicht. ganz egal, wann und mit wem irgendwelche washingtoner abkommen bezüglich rückgabe und entschädigung etc. geschlossen wurden. entweder, man will das, das „zurückgeben“, oder man will es eben nicht. die museumsleute tun mir leid. der zentralratsvorsitzende auch. ebenso die historiker, weil sie nichts entlastendes liefern können, eher das gegenteil. und sehr bewegend auch die arbeit der leiterin der koordinierungsstelle für kulturgutverluste in magdeburg. das wort „wiedergutmachung“ steht oben beim fingerzeig, die einen schütteln sich, die anderen auch. und alle zurecht. man kann da nichts wiedergutmachen. man muss da auch gar nicht mehr über details reden: die einen wollen, die anderen wollen nicht. /neu waren mir ein paar juristische details sowie geschichtliche nuancen, auch der aufarbeitunghistorie nach 1945. und auch da könnte man sich in grund und boden schämen. der große scheissdiktator mitsamt seinen fans hat eben alles gründlich kaputtgemacht, alles und auf generationen. und umso mehr geht mir in der tasche das messer auf angesichts der jüngsten ereignisse.

link/hinweis zum thema: >>> Lost Art

Die Lost Art Internet-Datenbank wird von der Koordinierungsstelle Magdeburg betrieben, einer Einrichtung des Bundes und der Länder der Bundesrepublik Deutschland für Kulturgutdokumentation und Kulturgutverluste. Die Datenbank dient zur Erfassung von Kulturgütern, die infolge der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft und der Ereignisse des Zweiten Weltkriegs verbracht, verlagert oder – insbesondere jüdischen Eigentümern – verfolgungsbedingt entzogen wurden.

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