jodel und kneipp

das winterloch gestaltet sich voll. es gibt ein bisschen geldarbeit. in einer schönen kirche von 1858 hat sich der wandverputz nahezu vollflächig gelöst. ein hinterfüllen empfiehlt sich als unmöglich. nun wird er, der putz, mit 2500 dübeln im mauerwerk fixiert. damit kein sakralraumbesucher zu schaden künftig kommt. eine gasverbrennende höllenmaschine erheizt den großraum und erinnert mit ihrem andauernden getöse an den bevorstehenden weltenbrand. die kollegentruppe ist nett. wie früher: es gibt sogar eine kaffeemaschine und man macht ordentlich mittag. und redet bei der arbeit sogar hie und da. das gefällt mir, das bin ich so gar nicht mehr gewöhnt. auch nicht, am abend im hause zu sein.

die alte dame kämpft tapfer mit ihrer überalterung. es ist sichtbar schwer, bei allem die würde zu halten. sie ist sehr aufrecht innerlich, auch wenn im äußeren alles mehr und mehr schief liegt. ich bewundere sie dafür. wir werden das alles schon hinkriegen.

freudig bevorstehend die mutterseelenalleinige hütte mit derzeit eins-achtzig schnee. die kirschkern in ihrem westfrankreich ist ganz neidisch. /und danach wellness unter rentnern, mitunter kalte aufgüsse, massagen, balkon und vollpension. die morgengymnastik werde ich aber dogmatisch verweigern.

ein großer sohn der ortschaft ist viel zu früh verstorben, wieso eigentlich, sie sagen, an einer mischung aus kokain, schlaftabletten und alkohol. ich will die tafel am geburtshaus fotografieren, sofern es eine gibt. und königsberger marzipan dazu naschen in gedenken an meinen urgroßvater ludwig nitsch, den baulöwenkönig von Pillau, heute Baltisk.

2 Gedanken zu „jodel und kneipp“

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