haidjer

dem herrn schmidt seinen dackel haidjer kann man nicht nur gut lesen, sondern auch gut lautlesen, vorm einschlafen. niedergeschrieben von herrn bruno nelissen-haken. und nicht und so garnicht schlecht. wieso kommt mir da jetzt der walter serner mit seinem blauen affen in den sinn? weil widerum derjenige mit seinem freund christian schad in ebenjenem blauen affen saß, auch mal damals. wir saßen dort auch schon einmal, zwomal, erinnerst du dich? mehrmals deckelnd. aber im geiste gewiss ohne deinen oder meinen dackel: haidjer. denn der wird künftig daheim schlafen auf dem sofa. du hast mir damals zwei mark in die hose gelacht unterm tisch, mit deinem einen manikürten pfötchen. wolltest aber vierzig für deine neue sachlichkeit. und wieso jetzt auch noch die geliebte tigerin, als raketenvorwurf? nein, SIE hätte zwanzig gewollt, für ihren dackel allemal, aus der dackelkasse. und schweigend würde sie sich ausführen, hinein in die hasenheide mit ihren wäldchen und eine, deine neue welt. nicht so aber du. der arme hund, vorm einschlafen: er hängt, aber wen kümmerts?

6 Gedanken zu „haidjer“

  1. Das, Herr Dir. Schneck, könnte jetzt alles ganz schön große Literatur sein, darstellen gewissermaßen. Wenn man’s nämlich nicht ganz versteht, ist es was für Reich-Ranicki. Super, Herr Schneck! Darf ich das vorlesen, heut abend? Ich glaub, das les ich. Es ist ein schöner Text.

  2. Es ist vollbracht, mein lieber Schneck. Und damit waren Sie mehrfach integraler künstlerischer Bestandteil unserer (übrigens fantastischen) Lesung. Sie haben wunderbar, prachtvoll eigentlich, durch mich hindurch gelesen. Welch spirituelles Massenerlebnis! Grandios.
    Von Herzen (aber nächstes Mal machen Sie Ihren Scheißdreck wieder selber, ja?!)
    Ihr Ihnen immens zugeneigter
    Rezitateur E. Schmitz

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