blaue mauer

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haut, ist alles sehr transparent und durchscheinend und wie pergament, fragile. kann leicht reissen. verbinde fremde hand täglich seit vorvorgestern. Hinter der blauen Mauer, don’t google me, sodann I will not google you. tutto bene qui und wir freuen uns auf weihnachten. morgen die kirschkern. irgendwo gelesen über kunst, herrlich: „Den neuesten Diskurs auf dem Schirm zu haben, ist so wichtig geworden, wie früher die richtigen Platten zu hören.“ mir gehts gut, schon gar nicht meine bilder würden sowas wollen, eher noch meine Schallplatten. für jedes „früher“ 5 euro in die früherkasse, mit dem erlös diskursiv dann in irgendeine sauna mit dufteis und danach Pommes an tanke, wie früher, auf dem weg nach einem zuhause, welches zunehmend durchscheint und sich auflöst, genauso wie die hand. sich gleichzeitig komisch erneuert, ohne ahnung. und ich kaum auch. gegenseitigkeiten – und Beruhen. und gute laune, seltsam im klaren, trotz angesichtern.

/Habe heute schon den ganzen Tag das unbestimmte Gefühl, dass die Erde ganz vorsichtig bebt. Die Köchin lacht mich an. Aber das ist nicht gänzlich von der Hand zu weisen, denn der Hohenzollerngraben liegt nur fünfundzwanzig Kilometer entfernt. Wenn’s mal heute nicht noch ein ordentliches Erdbeben gibt. Ich hab’s dann jedenfalls vorrausgesagt. Sollte schnell wetten.

4 Gedanken zu „blaue mauer“

  1. Sovieles möchte ich gerne schreiben, zu all dem, was Sie hier andeuten.
    Mörikes Blaue Mauer. Wunderschön.
    Die pergamentene Haut, fremde Hand, das ewige Früher, sich auflösen und durchscheinen, dieses „seltsam im Klaren“. Ach ja.

    Und dann noch der neueste Diskurs. Da musste ich auch lachen.
    Ich wünsche schöne Tage mit den drei Frauen!

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