7.9.2018

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In einer Kirche der Region sollten wir heute aufgrund der anstehenden Restaurierungsarbeiten ein großes Kruzifix verhüllen, um einer Beschädigung dessen durch Zementstäube vorzubeugen. Auch die Assistenzfiguren wurden von uns vorrübergehend von ihren Konsolen entfernt und in der Sakristei eingelagert. Nach getaner Arbeit bot sich dieser fast schon inszeniert wirkende Anblick, der mich gleichermaßen berührte und erschreckte, auch wenn ich ja schon lange um die Kraft von Bildern weiß.

6 Gedanken zu „7.9.2018“

  1. In der Verhüllung sehe ich den segnenden Christus – und ein bisschen macht mich das still. Aber es tröstet mich auch, dass, wenn etwas das scheinbar verborgen ist soviel Kraft hat. Dabei bin ich eher eine Agnostikerin, denn eine gläubige Christin.

  2. Wichtig und gut ist es, dass Verborgenes Kraft haben kann. Ganz seltsam war es aber, eine realistisch dargestellte ‚leidende‘ Figur „einzupacken“, dazu in ein weisses Tuch und mit Klebeband fixiert. Einen schönen Sonntag Ihnen und herzliche Grüße!

  3. Bemerkenswerter noch als der zweifellos großartig verhüllte Jesus (warum macht man das nicht bei allen Kreuzen so, ist viel geheimnisvoller und damit wirksamer), finde ich erleutete Wand: Vom Dreck durch die Anwesenheit von Heiligen verschonte Flächen. Man könnte glatt beginnen zu glauben.

    1. Luftwirbel in Innenräumen sind sowieso immer sehr geheimnisvoll, ähnlich den umfallenden Reissäcken in Fernost. Und wenn man dann noch bedenkt, dass eine Seele 21gr wiegt, dann könnte man ins Grübeln kommen. Oder sich einfach freuen.

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