vatertag.

So also war heute Vatertag. Wird ja oft belächelt, meist von Frauen. Oder zudem Müttern. Das blöde Bild besoffener Samenspender, von weiblicher Seite her gerne auch „Erzeuger“ genannt, die rülpsend und pfurzend durch den Wald torkeln, einander lallend Busenwitze erzählend, hinter sich ein leeres Fass auf einem hölzernen Wägelchen, welches ggf. noch der Oheim des Gegenschwiegers gezimmert hat, gern ein frühes SPD-Mitglied. Wenig nutze zu Sonstigem. Und morgen schon werden sie, sollten sie nicht bald zum Himmel fahren, gottlob wieder in der Fabrik stehen und etwas Geld verdienen, während die heilige Mutter sich um die Erziehung und alle anderen Belange der Kinder kümmert. Wer sonst? Und sowieso alles am Laufen hält. Nein, mir brauchen Sie sowas wirklich nicht mehr erzählen. Bei diesem Thema werde selbst ich zum sezierenden Polarisierer mit diamantenen Sägelchen. Ein Marathon-Man, komplettsubjektiv und schmerzresistent. Dies Belächeln, und sogar sei es nett gemeint, stört mich. Empfindlich. Das liegt natürlich an meiner ganz persönlichen Geschichte. Wie alles, wie überall.

3 Gedanken zu „vatertag.“

  1. („Busenwitze“ kannte ich noch nicht…)
    ich habe den Vatertags-Begriff für Himmelfahrt erst recht spät gehört, nur der Muttertag wurde von Kindesbeinen an als Feiertag diktiert. Ich gönne beides denen, die da ein inniges Bedürfnis haben und gewürdigt sehen. Als weder Mutter noch Vater spüre ich aber auch eine Art kollektiven Zwang, das nicht einfach übergehen zu dürfen. Stärker beim Mutter- als beim Vatertag. Aber mir fiel in diesem Jahr (vorher nie) besonders auf fb auf, dass gerne Tochter-Vater-Bilder gepostet wurden, mit Muttertags-Selbstverständlichkeit. Freut mich für alle Beteiligten, aber mich selber stresst jeder dieser diktieren Gedenktage. Noch eine Erwartung mehr. Für jemand wie mich hingegen wurde meines Wissens noch kein Feiertag erfunden. Oder ich bin zu dusslig zum Recherchieren!

    1. Dann machen wir doch einfach den 2.10. zum „Gaga-Tag“! Dann wärens auf ewig 2 Feiertage hintereinander, da kann man schön nach Paris oder Kopenhagen fahren. Gut für Städtetouren!

      1. hm. Ich weiß nicht, ob sich da meine Leidensgenossinnen und Leidensgenossen mit der Betitelung so identifizieren können, aber ein freier extra Tag, das sind bestimmt alle mit von der Partie. Weltweit! Und die massenhaften Städtetouren bringen den wirtschaftlichen Ausgleich für die Einbuße in Sachen Produktivkraft.

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