umf

Die UMFs sind eingetroffen, *umpf!*

(PS.: Es gibt da noch einen Bundesdachverband, der heisst dann BUMF. Und natürlich das BAMF. Nicht zu vergessen natürlich an dieser Stelle die BUFDIs etc. und so weiter. Ich bin ja zuallererst mal vor allem gegen eine Infantilisierung staatlicher Personen- oder Sachbezeichnungen sowie Behördennamen des Abendlandes seitens des Abendlandes.)

„Fluechtlinge“ soll man ja nun auch nicht mehr sagen, stattdessen „Geflüchtete“ (wegen Gender). Dann müsste es ab jetzt aber „UMG“ statt UMF heissen, das allerdings klänge dann wie „omg“, oh mein Gott. Ich finde „UMF“ besser, das klingt für mich nach irgendwas mit Porzellan. Und sowieso, am Waldrand und Umgebung hat sich mittlerweile umgangssprachlich eingenistet die metalapidar kognitive Bezeichnung „…die Flüchtis“. Ein schlicht wohlwollend verharmlosender Übersprung, durch und durch.

Und nun haben die Flüchtis ja auch endlich: Namen.

Die beiden UMFs jedenfalls sind sehr symphatisch, bisher funktioniert alles gut, schön und beruhigend. 16 und 17 und eine Menge an Dingen bereits erlebt, die man sich nicht oder niemals wünschen würde und schon gar nicht mit 16 oder 17. Die Köchin hat sie schon eingewiesen in die Tagesabläufe und sie bringt ihnen das Lachen wieder bei. So hör ichs am Telefon. Ich kenne sie ja von zwei Treffen vor Ostern, kehre aber erst in ein paar Tagen heim und freue mich schon. Am Wochenende werden wir dann wahrscheinlich auch erstmals afghanisches Mensch-Ärgere-Dich-Nicht (von rechts nach links) spielen, oder Hindukusch-Kniffel, ostpreussisches Schikanöschen oder vielleicht Monopoly oder RISIKO-á-lá-Kandahar, zusammen mit der Kirschkern. Es ist alles durchaus spannend und es lässt sich gut an, das gegenseiteige Kennenlernen. Ich habe gerade das Gefühl, und ich hoffe ganz unnaiv, es könnte tatsächlich vieles oder vielleicht sogar alles ganz gut werden.

Vor allem dem M. und dem B. wünsche ich das. Herzlich Willkommen!

8 Gedanken zu „umf“

  1. Auch von mir alles Gute!
    Bei uns im Haus sind jetzt auch in zwei Wohnungen UMFs eingezogen. Bislang läuft es gut, sie werden pädagog. betreut, was natürlich keine Familie ersetzt, sie lernen deutsch und werden wohl bald in eine Ausbildungsmaßnahme kommen.

    Ich freue mich sehr für Sie alle!

    1. Vielen Dank! Heute heimgekehrt, und wurde sehr herzlich empfangen. Man spürt ein bisschen eine gewisse „patriarchalische Prägung“, das ist man hier bei uns ja gar nicht mehr gewöhnt, so als Mann… ; )

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.