16 Gedanken zu „porsche“

  1. Fast! Sogar noch ‚paar Jährchen mehr: Chuck Berry, Marilyn Monroe, Alan Greenspan, Hugh Hefner, Elisabeth II., Dietmar Schönherr, Fidel Castro, Klaus Kinski… /und immer wieder schön, wenn dann der Kirschkern mit einer, die in Tempelhof geboren wurde, in Königsberg Minen putzte und Abitur machte, in Lankwitz im Luftschutzkeller saß (Abt. Volltreffer), den Einmarsch der Engländer in Cuxhaven erlebte und sich 1957 beinahe einen nagelneuen Fiat500 Cinque gekauft hätte, abends am Waldrandtisch sitzt, Rommé spielt und über’s Internet diskutiert. Ja, das ist schon irgendwie beeindruckend, jedenfalls für mich, und ich bin froh, dass sich die beiden noch so erleben können, wachen Geistes.


    EDIT nebenbei: Habe eben mal für Sie, Frau Gaga, nachgefragt nach Erinnerungen an die Olympiade 1936. Demnach:

    „…waren wir im Sommer in Pillau bzw. Ostseebad Neuhäuser, ich weiss gar nicht mehr, wie wir da hingekommen sind, wahrscheinlich hat uns Tante Grete abgeholt, hat sie ja öfter gemacht. Und im Frühjahr kann ich mich an die Marineschwimmanstalt Kiel erinnern, da gab’s ja so hohe Sprungtürme und wir haben immer zugeschaut, wenn die Turmspringer aus aller Welt dort trainierten, das durften die damals im Vorfeld der Olympiade. Später haben Annemarie und ich das dann auch mal probiert und von da her habe ich die Erinnerung, dass man aus 12 Metern nicht das Gefühl hat, man fällt hinunter, sondern man hat das Gefühl, die Erde, also das Wasser, kommt auf einen zu! Omi war ja schwanger mit Hänschen und hat Höschen gehäkelt den ganzen Sommer lang und hing immer am Radio, erstens für Olympiade und zweitens für Spanien, Legion Condor, weil Papa ja dort war mit dem Kreuzer Nürnberg. Nach Berlin sind wir ja erst 1937 wieder gezogen…“

    Also wenig ergiebig bezüglich Olympiastadion. Daran gibt’s nur Erinnerungen, wenn Großveranstaltungen waren, „…ach, da waren wir doch immer Fülsel, damit das Stadion voll war und wir mussten jubeln und Fähnchen schwenken. Einmal war der italienische Aussenminister dort. Der Besuch vom ‚Duce‘, das war im Tiergarten, es hat in Strömen geregnet und alle haben gerufen „Dusche, Dusche…“, das war lustig!“

    Soweit sogut, ich muss jetzt wieder zum Rommeetisch… 😉

  2. „DUSCHE DUSCHE DUSCHE!“
    So sindse die Berliner, immer vorneweg mit dabei, wo die Massen sind, aber albern.
    Ich bin schwer begeistert von diesem Erinnerungsbericht.
    Herrlich. Wundervoll. Heißen Dank an die wunderbare alte Dame!
    Ha! 2006 80? Dann ist sie ja jetzt 85! Vorbildlich.
    (ich plane dreistellig: 107)

    P.S. Schönen Gruß: diese Art der Befragung nach Früher darf meinethalben ruhig in Serie gehen!

  3. Ich hab’s weitergeleitet! Und das können wir gerne öfters machen, Frau Gaga. Memoiren gibt es auch, handschriftlich, 2 dicke Kladden vollgeschrieben. Da sagt sie immer „…und wenn’s brennt, dann könnte man die auch retten, wenn’s halt geht.“ /Es lebe die 107!

  4. Mich würden da besonders die Stellen interessieren. Also die Stellen, wo es zur Sache ging. Schicksalsmäßig versteht sich. Kriegserinnerungen, verlorene und wiedergefundene Liebschaften. Verlogene Männer, wehrhafte Weiber. All das. Verluste, Trauer und sich wieder berappeln. Das passiert ja in so einem langen Leben in rauhen Mengen.

  5. Oh ja! Auch wehrhafte Männer, verlogene Weiber. Kupplerinnen. Die 50er Jahre. Die Hamburger ehrenwerte Gesellschaft. Nach Kriegsende in Heidelberg. Intrigen. Der Winzer von der Mosel. Die Hebamme, die Unterrichtsschwester. Der italienische Panzeroberst mit Kopfverletzung. Fast wäre ich ein halber Italiener geworden!

    (u.v.m.)…

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