steinhilben

vollidiot_11
(seinerzeit wien/canstatt/vollidiot)

heute war ich mal wieder auf der schw. Alb gewesen. hinauf die steige nach genkingen, dann in richtung engstingen, ebendort hindurch. Weiter Nach trochtelfingen, dann links nach steinhilben zur verabredung. Schön rauh alles. da liegen zehn meter hoch schnee und die strasse ist eine bobbahn mit alle naslang geistern. In engstingen wollten sie ja mal mittelstreckenraketen (atom) stationieren, als alles noch schön übersichtlich war und helmut schmidt.

Die verabredung (x) und ihre zwei söhne, welche ich noch nie leibhaftig gesehen habe, kommt aus wien und besucht ihren bruder dort auf der alb. ein herzliches wiedersehen also nach drei jahren, das letzte mal noch in B in der jansenbar ggü. /Kirschkern fremdelt zunächst (1.jungs! /2.fremdefraudiepapamag!). schlittenfahren jedoch dann vom feinsten, die äste der bäume sind Raureif, die schw. alb war ja immer schon eine sehr mystische gegend, arm und voller schöner schwarzer geschichten, heute ist das leider anders bei der ganzen naherholung. Der schnee ist zu kalt für den normalschlitten, daher diverse ‚alpen-gaudi’s und lenkbobs in hellgrün, die kinder fahren natürlich auf knien hinunter und erwischen dann zu guter letzt gottlob immer gerade noch so die lücke im zaun auf die weisse weide jenseits mit ihren 45 pistenkm/h und den wildspuren vom reh(lein). Ein heidenspaß also für jung und alt, viel schnee in ärmel, unterhose und schuh.

/Später beim kaffee kommt die schwägerin der wienerin vom frisör nach hause und die welt ist mal wieder so klein, weil jene die g. kennt, ausgerechnet die g., meine initiations-jugendliebe mit der speziellen nase und jeanserdung. Und dann ist auf einmal mein herz bei gundula gause, einfach so. nein, nicht nur im übersprung, Ganz im ernst, gundula gause, wenn sie denn nicht schon vergeben wäre, ich würde mich um sie redlich bemühen!

/es folgte stadtlandfluss modifiziert (‚gewässer‘ ist besser) in die blaue stunde und wir mussten dann den rückweg antreten. Das salzig geschmolzene verändert sich ja abermals zum glatten in den vielen modernen kreiselverkehren und bei der burg lichtenstein überholten uns zwei sehr leichtsinnig betörte reutlinger textilseckel auf glatter spur vor gegenverkehr. das war wirklich knapp, ich musste laut schimpfen und erhielt bestätigung der erfahrenen beifahrerin. Hinab die gönninger steige erinnere ich mich, dort einmal während einer winterlichen vespaausfahrt meinen ersten toten gesehen zu haben. er (sie?) lag unter einem weissen leintuch am strassenrand und unten im baum hing der wagen, typ BMWcoupé, mittlerweile ein vintage-modell, vom feinsten. Es sah eigentlich nicht schlimm aus, aber wahrscheinlich war das damalige unglück noch erklärbar wegen nichtangeschnallt-gewesen.

/Wir dann aber, wohlbehalten am waldrand angelangt, trockneten kleidung sowie schuhe und gingen über zum rommé nach wintergemüse. Die alte dame gewann. Überhaupt, die alte dame. Überhaupt, der kirschkern und überhaupt, die wienerin. da könnte man ja auch erzählen vom leben derer derzeitig. /und sowieso Überhaupt, die zeit in wien! (junge leute halt, drogen und dingsbums).

in wien schrieb ich auf fast jedes blatt „jesus!“ oder sonst irgendetwas beliebig ungeläutertes, einfach wegen des klischées des aktionistisch ‚österreichischen in der kunst‘. – eingedeutscht skizziert im nachtzug nach münchen vermerkte ich einmal in dieser zeit, schräg angesichts eines tatsächlich im leeren dunklen großraum mir vis-a-vis sich selbst befriedigenden österreichischen (und nicht ganz unbekannten, wie ich später erfuhr…) kulturschaffenden, dinge wie etwa „Anselm Kiefer und die R A F“ (schade, das blatt ist leider verkauft).

/jedoch heut gabs ‚krapfen‘ (berliner) und eine neue zeit seit vorgestern sowieso, denn die geburtstagsfrage ist nunmehr geklärt.

12 Gedanken zu „steinhilben“

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