14 Gedanken zu „kurve am ukleisee“

  1. REPLY:
    daher auch halte ich mich hinterm hause. und mir würde wirklich viel einfallen, glauben sie mir! ich hab‘ ja auch mal nummernkabarett gemacht, so richtig altmodisches polit-kabarett, sogar auch mit musik und liedern. lange her.

    denke aber jetzt oft, noch sind sie da, die witze, aber wenn dann irgendwann vierzig leute auf dem boden liegen oder was weiß ich, dann möchte ich nicht, sollte ich einer von denen sein, die auf dem boden liegen, dass vorher witze über mich gemacht wurden.

    auch nicht, wenn ich’s nicht bin (wovon ich überzeugt bin, wie alle). aber irgendeiner wird’s dann ja sein.

    ich dachte ja damals auch, nach dem 11/9: das ist jetzt das ende der ironie. das MUSS das ende der ironie sein! und fragte mich sogleich auch, wie lange es dauern würde, bis das thema „eyh, irgendwie künstlerisch…“ angegangen wird. das thema und die bilder. ich dachte, das würde lange dauern. keine zwei wochen später sah ich in paris die ersten mittelformatigen expressiv blutroten und schlecht gemalten bilder der brennenden türme in einer café-galerie hängen. fast hätte ich ein plakat gemopst, habe mich aber damals nicht getraut. nein, nicht nicht getraut, sondern es einfach nicht gewollt!

    schön blöd, denn heute wär’s schon wieder zeitgeschichte?

  2. REPLY:
    Es war da tatsächlich vorgestern in der Natur, als ich joggend über eine große Lichtung rannte, ein seltsamer Mann mit Kapuze, der an einen Baum pinkelte. Ich habe auf dieser Lichtung und überhaupt in diesem Wald noch nie einen mir unbekannten pinkelnden Mann gesehen. Als ich an ihm vorbeirannte hat er sich sogar weggedreht. Mir schien, er wollte bewußt nicht erkannt werden. Er wollte nicht den persönlichen Blick. Ich fand das so verdächtig, dass ich aus lauter Angst schnell weitergerannt bin. Eigentlich hatte ich vorgehabt, ihn mit meinem Blick zu ’stellen‘. Ich bin mir daher fast sicher, lieber Herr Trithemius, wenn es schon kein Ungläubiger war, dann war es auf jeden Fall ein Räuber.

    (PS: Ich habe den Vorfall – bisher – noch nicht gemeldet.)

  3. Ich hörte heute im Radio, die Polizei bittet, auf Weihnachtsmärkten auf herrenlose Koffer zu achten. In diesem Sinne bitte ich die Lesenden, keine Koffer mitzunehmen an den Adventswochenenden. Nächstes Jahr gibt es doch wieder diesen ganzen Budenzauber und alles kaufen kann frau nicht.

  4. REPLY:
    dieses „herrenlos“ war mir schon immer suspekt. es gibt „herrenlose hunde“, herrenlose tüten, herrenloses gepäck (gebäck?). gibt es eigentlich damenlose handtaschen? oder eher herrenlose damenhandtaschen? „frauchenlose“ hunde sind mir nie über den weg gelaufen, damenlose rüdinnen ebensowenig. ich bin von daher gedanklich „führerlos“ und werde also in diesem jahr keine männerlosen koffer meinerseits auf weihnachtsmärkte mitnehmen.

  5. REPLY:
    Nach einem guten Glühweinpunsch sollten frauenlose Herren achten auf die herrenlosen Frauen. Deren Damenlos. Dann können frauenlose Herren das Damenlos als Anlass nehmen, um herrenloser Frauen Herr zu werden. Nur, wenn dann diese Frauen mit herrenlosen Koffern am nächsten Tag vorm Herrenhause stehen, kann auch das Terror sein.

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