eisbären

verstaubte piste. „jambo!“ sagt der polizist und winkt uns freundlich durch, nachdem er den gerollten schein eingesteckt hat. wir sitzen in einem hellen STRICH/ACHTER, er vorne am steuer. keine giraffen, keine elefanten. du hast öfter gesagt, er wäre so bürgerlich. ich finde das eigentlich nicht. das weisse hemd steht ihm, ebenso der hut und ich kann kein doppelkinn erkennen. er ist ein mann, und er fährt gut. die beifahrerin ist verstummt, sie fotografiert diskret aus dem offenen fenster, sie ist groß und hat den sitz vorsichtig zurückgestellt, so dass er, der sitz, jetzt meine knie berührt. ein stau beginnt, was für ein stau hier? deine rechte greift in die finger meiner linken, ich lass´ es geschehen, es ist schön, aber ich habe keine ahnung, welches deine ziele sein könnten. das stauende auf einer hölzernen rampe. wir halten, seine finger tippeln auf´s lenkrad, und ich schaue hinab auf ein kopfsteinpflaster, fünfzig meter unter uns. wir sollten vorankommen jetzt, denke ich. „braucht jemand einen arzt?“ fragt er. nein, und „das ist der unterschied zwischen uns allen“ werde ich meinem liebchen auf die nächste karte schreiben, wenn sie denn ankommt, aus dieser höhe. keine giraffen, und keine eisbären. und während ich von afrika her eine staubige fernpost verfasse: „jambo, lasst mich endlich in ruhe!“, bereitest du eine neue mülltüte im fussraum, für alle. ich kann dich gut leiden.

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